Sonntag, 7. November 2010

FFK aus den "Goldenen Zwanzigern"

Ausgehend von Ideen, die seit dem 19. Jahrhundert das Nacktsein in Licht, Luft und Sonne mit dem Ziel einer unbefangenen Haltung zum nackten Körper in Verbindung brachten, entstanden im zwanzigsten Jahrhundert zahlreiche FKK-Vereine, die versuchten, diese Ideen in Gemeinsamkeit, bei Licht-Luft-Bädern oder sportlichen Übungen zu leben.

Dies rief auch eine entsprechende Publizistik hervor. Neben die schon bekannten erotischen (teils pornographischen) Veröffentlichungen, die hauptsächlichen wohl voyeuristischen Zwecken dienten, traten nun Fotos, Postkarten, Bücher oder auch Zeitschriften der Nudisten. In letzteren findet man normalerweise Texte und Aktfotos, die zunächst einmal die Ideen der Freiköprerkultur propagierten und zu ihrer Verbreitung beitragen sollten. Allerdings boten insbesondere die Bilder oft auch nur 'Anschauungsmaterial' für die Freunde nackter Tatsachen. In etlichen Magazinen, die damals auf den Markt kamen, entdeckten findige Verleger eine Möglichkeit, Nacktfotos oft auch mit erotischem Charakter zu präsentieren und so auch herrschende Zensurbestimmungen zu umgehen. Festzustellen ist, dass mit Sicherheit nicht nur Nudisten solche Magazine kauften; insbesondere die 'reinen' Bilderhefte dürften auch zahlreiche andere Kunden gefunden haben.


LEBEN UND SONNE. Die Zeitschrift der Freien Körper Kultur erschien laut der Deutschen Nationalbibliographie von 1925 bis 1928 (evtl. auch noch 1929) bei den Verlagen der AGL, Berlin bzw. bei Firn in Berlin-Wilhelmshagen. Herausgegeben wurde das Magazin von der 'Arbeitsgemeinschaft der Bünde deutscher Lichtkämpfer'. Der obige Scan zeigt das Heft 1 des 1. Jahrgangs 1925.

Zahlreiche Informationen über FKK-Zeischriften aber auch über andere Aspekte der FKK-Bewegung findet man unter dem folgenden Link: http://www.michis-seiten.de/seite001.html

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