Mittwoch, 22. Oktober 2014

Morgen küsst euch der Tod ...

... Ein Trivialschmöker als Kinofilm.

Deutsches Filmplakat

Die im Rastätter Erich Pabel Verlag ab 1965 veröffentlichten Romane um den Abwehragenten Bob Urban, genannt 'Mister Dynamit' fanden 1966 auch Aufmerksamkeit bei den deutschen Filmschaffenden. Unter der Regie von F. J. Gottlieb kam es zu einer Verfilmung des ersten Romans MORGEN KÜSST EUCH DER TOD mit Lex Barker in der Titelrolle. Weitere Hauptrollen übernahmen Maria Perschy, Amadeo Nazzari, José Suarez und Wolfgang Preiss. Die Erstaufführung
erfolgte am 18.8.1967.

Satz mit Aushangfotos (1)
Satz mit Aushangfotos (2)
Zu den ursprünglich geplanten Fortsetzungen ist es nicht gekommen - da der Film an den Kinokassen floppte. Erfolgreicher waren die Romane von C. H. Guenter. In diversen Taschenbuchausgaben erschienen über 300 verschiedene Titel und selbst in Leihbuchform gab es 13 Bände beim Rekord Verlag [Label: C. H. Guenter].

Aushangfotos (Format 23,5 x 29,5 cm)













Für Nostalgiker hat Pidax schliesslich auch noch eine DVD-Fassung auf den Markt gebracht.


Samstag, 4. Oktober 2014

Leihbuch - aus 2 mach 1

Rudyard Kipling
Kim
Ein Roman aus dem heutigen Indien
Deutsche Buch-Gemeinschaft C. A. Koch's Nachfahren | Berlin 1946
gebunden - 8° - 371 S.
KIM, deutsch von Hans Reisiger




[privat beigebunden:]
John Masefield
Seezigeuner Gry
Die Kaperung eines Schiffes

Im Vieweg Verlag [Friedrich Vieweg & Sohn] | Braunschweig 1938
gebunden - 8° - 191 S.
THE TAKING OF THE GRY, deutsch von Friedrich Lindemann



Das Buch stammt aus einer alten Leihbücherei. Der Schutzumschlag zu KIM stammt von der List-Ausgabe des Buches, eingebunden ist allerdings die Ausgabe der Deutschen Buch-Gemeinschaft. - Auf der Rückseite des Schutzumschlages wurde das Umschlagbild von SEEZIGEUNER GRY montiert.

Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Samstag, 27. September 2014

Henry Oyen

[Olaf] Henry Oyen (28.11.1882-23-10.1921) wurde in Norwegen geboren und verdiente sich später seine Brötchen als Autor von Pulp-Stories in den Vereinigten Staaten, Etliche seiner Texte wurden auch in die deutsche Sprache übertragen und erschienen überwiegend in den 1930er Jahren als Abenteuerromane bei Goldmann in Leipzig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde einige Titel in Deutschland neu aufgelegt. Neben Buchveröffentlichungen erschienen Romanhefte, von denen PoMeWe hier zwei zeigt.
Biographie (in englischer Sprache)



Samstag, 13. September 2014

Salgari - Weise

Emilio Salgari ist Freunden klassischer Abenteuerliteratur kein Unbekannter. Zahlreiche seiner Bücher wurden auch ins Deutsche übertragen. Frühe Ausgaben erschienen bei G. Weise.


Emilio Salgari
Die Italienischen Robinsons
Erzählung für die Jugend

Aus dem Italienischen übersetzt von Hedwig Jahn
Mit 16 Vollbildern von G[iuseppe] Gamba
Verlag von Gustav Weise - Stuttgart [1898]
OLn. Mit farb. Einbandillustr - 8°-  4 Bll., 194 S.   


Die Originalausgabe "I Robinson Italiani" erschien 1896. - Erste deutsche Ausgabe des Titels; zugleich handelt es sich um eine der ersten deutschsprachigen Ausgaben von Salgari überhaupt.

Salgari in Italien . - Eine ausführliche Bilbliographie der deutschen Ausgaben hier (extern)

Freitag, 12. September 2014

Pilatus. Eine Erzählung aus den Bergen

Heinrich Federer lebte von 1866 bis 1928. Einst war er ein beliebter Schweizer Schriftsteller, der aber weitgehend in Vergessenheit geriet. Die erste Ausgabe des hier gezeigten Buches erschien 1912, es folgen zahlreichen Nachausgabe. Wie auch viele andere Bücher Federers spielt der Roman in der Schweizer Heimat des Autors. Der titelgebende - auch auf der Vignette des Einbandes deutlich erkennbare - Pilatus, ist ein bekannter Schweizer Berg in der Nähe des Vierwaldstätter Sees. Federer wuchs sozusagen am Fuss des Berges (in Sachseln) auf und besuchte das Gymnasium im nahen Sarnen.


Heinrich Federer
Pilatus
Eine Erzählung aus den Bergen
G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung Berlin [53. Tsd.] 1927
Ln. ca. 12,5 x 18,5 cm -  360 S, Einbandzeichnung von F. Felger
[= Grote'sche Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller]

Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlage!

Gartenlaube Kalender aus Zeiten des Krieges

Die seit den 1850er Jahren erscheinende populäre Familienzeitschrift DIE GARTENLAUBE veröffentlichtte - ähnlich wie übrigens auch andere populäre Zeitschriften - um 1900 neben den Zeitschriftenausgaben jährlich Kalender-Bände in handlicherem Format. Diese Jahrbücher enthielten neben einem Kalendarium für allgegenwärtige Einträge, wie z.B. Geburtstage oder sonstige Termine einen Teil mit (teils farbig) illustrierten Erzählungen, Berichten, Anekdoten, Rätsel oder auch Nekrologen. Die aktuellen Kriegsereignsse spielen im vorliegenden Band nur in einem einleitenden umfangreichen Beitrag eine Rolle. Hinzu kam - dem eigentlichen Kalender vor- bzw- nachgeschaltet ein umfangreicher Abschnitt mit zeitgenössischer häufig ansprechend illustrierter Werbung.



GARTENLAUBE KALENDER 1915
Verlag von Ernst Keils Nachf.. Leipzig
August Scherl G.m.b.H [1914]
farb. geprägtes Ln. -- ca. 12,5 x 19 cm -- 256 S. + Anzeigen

Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlage!

Mittwoch, 20. August 2014

Starke Männer & Wilde Frauen

Deutsches Plakat

Ursus im Reich der Amazonen kam 1962 in  die deutschen Kinos. Bei dem im Original in Italien als La Regina delle Amazzoni veröffentlichten Film handelte es sich um einen der damals beliebten Sandalenfilme, in dem Rod Taylor, Ed Fury, Dorian Gray sowie Gianna Maria Canale und Daniella Rocca unter der Regie von Vittorio Sala die Hauptrollen verkörperten.

Anweisungen für die damaligen "Kinomaler"


Aushangfotos


















Später gab's dieses 'Meisterwerk des historischen Films' auch als VHS-Video.


Samstag, 9. August 2014

ERB und die Abenteuer von Carson Napier auf der Venus



Zwei alte englische Taschenbuchausgaben zeigen Titel aus Edgar Rice Buroughs (1875-1950) Venus-Zyklus. Der 'Vater' von Tarzan schrieb nicht nur über den Dschungelhelden; er verfasste auch etliche "Scientific Romances", von denen die Bücher der Mars-Serie mit den Abenteuern John Carters, wohl die bekanntesten sind.

Zudem erschienen aber auch etliche Bände, in denen er von Carson Napier erzählt, der einst - egal wie (das ist eh nicht wichtig) - auf die Venus gelangte, sich dort natürlich in eine hübsche Prinzessin verliebte, die praktischerweise oft genug entführt wird, um unserem Helden Gelegenheit zu geben, sie immer wie zu befreien und dabei den grössten Teil des Planeten kennen zu lernen. Also eigentlich - haarsträubender Unsinn - den ich aber in der bearbeiteten deutschen Heyne-Übersetzung aus den 1960er Jahren (4 Bände) mit Begeisterung gelesen habe.

Allein die farbenprächtigen Cover der englischen Pinnacle-Ausgabe aus den 1950er Jahren führen zurück in eine Zeit, in der Helden noch Helden und Prinzessinnen schön und rettungsbedürftig waren ...