Donnerstag, 2. Mai 2013

Schorers Kalender

... gehörte genau wie der in einem weiteren Blogeintrag gewürdigte DAHEIM-Kalender, zu den mit einem Kalendarium versehen Jahrbüchern mit unterhaltenden Inhalten. Hier finden wird vorwiegend humoristische Beiträge, gemischt mit allgemeinen Informationen (wie. z.b. über Deutsches Maß und Gewicht) oder auch Nekrologe zu kürzliche verstorbenen Prominenten.
PoMeWe kann hier den dritten Jahrgang des 'Kalenders' zeigen, der wohl Ende des jahres 1893 fürs kommende Jahr 1894 veröffentlicht wurde.


Schorers Kalender für die Deutsche Familie auf das Jahr 1894
(Dritter Jahrgang)

J.H. Schorer A.-G. | Berlin [1893]
gebunden -- ca. 13,5 x 20 cm -- XLVIII, 131 S. + Anzeigen, ill.

Inhaltsverzeichnis
 Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

DAS klassische Altertum ... (Fortsetzung 1)


"Na, wenn ich den Bearbeiter erwische, der kann was erleben ...!"
Eine weitere Jugendbearbeitung der Sagen des klassischen Altertums. Der Band enthält nur ein Farbbild als Fontizspiz sowie zwei Tondruckbilder.

Gustav Schwab
Die schönsten Sagen des klasssischen Altertums
Für die Jugend bearbeitet von Hermann Jahnke
Mit Vollbildern und Federzeichnungen von Julius Schlattmann

A. Weichert | Berlin s.a. [1937, lt. DNB]
Hln. -- ca. 15,5 x 22 cm -- 160 S., ill.

"Wer hat hier mehr Angst? - Der Löwe oder der Wilde"
Wer sich ausführlicher über die Hintergründe der Sagen informieren wollte, konnte auf einen weiteren 'Klassiker' zurückgreifen, die von A. H. Petiscus stammendepopulärwissenschaftliche Arbeit über die Mythologie der Griechen und Römer. Weil's man gerade dabei war, wurde der Band zudem auch noch mit einem Anhang über die nordisch-germanische Götterlehre versehen. Bestimmt war diese Mythologie für höhere Lehranstalten und die 'erwachsene Jugend', eine tolle Wortschöpfung, die mich sehr amüsiert hat.

Wie zeigen hier die 21. Auflage des ursprünglich schon 1821 veröffentlichten Buches. August Heinrich Petiscus lebte von 1780-1846.



21. Auflage 1905

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Ins Weite ...

... führen die Schilderungen und Skizzen dieser Veröffentlichung.

Der Segler vor der untergehenden Sonne, die Schwalben im oberen Bildtteil -- Hermann Rohrers Einbandzeichnung spricht durchaus an. Das Buch führt in exotische Ferne, einige Episoden spielen in den USA, andere in der Südsee.

 A. Theinert
Ins Weite
Skizzen und Schilderungen aus meiner Wandermappe
Verlag von Moritz Schauenburg | Lahr (Baden) 1911
Pappe -- ca 13,5 x 20 cm -- 316 S.


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Ein Versepos aus dem Jahr 1908

Wilhelm Fischer (1846-1932), der unter dem Namen Wilhelm Fischer in Graz bekannt wurde, war ein österreichischer Autor, der einst gern gelesen wurde.

Er veröffentlichte 1908 ein historisierenden Versepos mit mehr als 200 Druckseiten, in dem er - wie der Titel festhält - eine Romanze vom Kaiser in Byzanz erzählt.
Versepen war um 1900 durchaus nicht so unüblich wie heute, es handelte sich um lange erzählende Gedichte, die zumeist mit Endreimen arbeiteten (wir zitieren unten die ersten Verse). Das Publikum scheint das Werk gut aufgenommen zu haben, erschien doch schon 1909 die hier präsentierte 2. Auflage.


Friedrich Fischer in Graz
Der Kaiser von Byzanz
Eine Romanze

Georg Müller | München und Leipzig 2. Auflage 1909
gebunden -- ca. 13 x 19 cm -- 224 S.



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Tierbücher

Der dänische Autor Svend Fleuron (1874 bis 1966) wurde vor allem durch seine erfolgreichen Tierromane bekannt. PoMeWe zeigt zwei dieser Bücher in schönen Ausgaben aus den 1920er / 1930er Jahren.


Svend Fleuron
Strix
Die Geschichte eines Uhus

Eugen Diederichs | Jena 25.-30. Tsd. 1928
Leinen -- ca 13 x 19 cm -- 190 S.
DEN TUDER OM NATTEN, dt. v. Mathilde Mann



Svend Fleuron
Tjo sucht Abenteuer
Die Geschichte eines Rehbocks

Eugen Diederichs | Jena [1934]
Leinen -- ca 13 x 19 cm -- 170 S.
EN RAABUCKS HAENDELSER, dt. v. Hermann Kiy


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Tausend und eine Nacht - schön bunt

Der Orientalismus als Modeerscheinung des 19. Jahrhunderts hat bestimmt mit dazu beigetragen, dass die Sammlung der Märchen aus "Tausend und eine Nacht", die einst die schöne Scheherazade einem Sultan erzählte, in Europas durchaus populär wurde. Ja, selbst europäische Autoren wie Wilhelm Hauff griffen die Thematik auf und verfassten Märchen, die vor dem Hintergrund des als farbenprächtig charaktisierten Orients spielen.

Farbenprächtig gekleidete orientalische Potentaten und bunte Staffagen bestimmen auch die Bilder der hier gezeigten Sammlung von O. Berger. Diese Ausgabe des Buches dürfte um 1919 veröffentlicht worden sein, die nicht signierten Farbbilder selbst erscheinen mir älter, es könnte sich meines Erachtens durchaus um Wiederverwendungen handeln.


O. Berger
Die schönsten Märchen aus Tausend und eine Nacht
Für die Jugend bearbeitet
Mit Farbdruckbildern

Ensslin & Laiblins Verlagsbuchhandlung | Reutlingen s.a. [um 1919]
Hln. m. farb. Deckelbild -- ca. 16 x 22 cm -- 224 S. [mit drei Farbbildern]

[Die DNB verzeichnet zudem eine 'Neue Auusgabe' für [1923].]




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Das Teufelsmaar - französischer "Heimatroman"

Die französische Autorin George Sand (1804-1876) schrieb diesen "Heimatroman" im Jahre 1846.. Die hier anzuzeigende deutsche Ausgabe besitzt einen illustrierten Halbleineneinband und einen zusätzlichen Schutzumschlag mit abweichendem Bildmotiv.

Es handelt sich bei der Veröffentlichung um ein Produkt der frühen Nachkriegsproduktion aus dem Raum der damals noch existierenden französischen Besatzungszone. Der Musen-Verlag aus Neustadt/Haardt ist in der DNB mit etwa 35 Veröffentlichungen der Jahre 1946 bis 1950 vertreten. Das durchaus vorhandene Lesebedürfnis der Bevölkerung versuchten viele solcher kleineren Verlage zu stillen. Beim Musen-Verlag ging man ganz geschickt vor, man griff auf die Veröffentlichung einer lang verstorbenen französischen Autorin zurück und dürfte so keine Schwierigkeit gehabt haben, die behördliche Druckerlaubnis der französischen Besatzungsmacht zu erhalten.


Schutzumschlag + Klappentext



George SAND
Das Teufelsmaar
Roman

Musen-Verlag | Neustadt/Haardt
Hln. -- ca. 14 x 20,5 cm. -- 131 S.

LA MARE AU DIABLE, dt.v. Annely Müller-Bürcklin


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"Billiges" Missionschrifttum

URBANS CHRISTLICHE VOLKSBÜCHER gehörten zu den von christlichen Kreisen herausgegebenen "billigen" Reihen, in denen in unterhaltsamer Weise unverblümt für Zwecke der Mission geworben wurde.

Im vorliegenden Beispiel geht es darum "Paten" für armenische Waisenkinder zu finden, die dann nach Übernahme der Patenschaft in Höhe von immerhin 150 Mark in ein (christliches) Waisenhaus eingewiesen werden können.

Elisabet Franke
In den Wan-Bergen

Verlag von Theodor Urban | Striegau s.a.
Heft -- ca. 11,2 x 17 cm -- 48 S.
[= Urbans christliche Volksbücher; Nr. 26]



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Kalender vom Daheim für Daheim

Die seit den 1860er Jahren erscheinende populäre Familienzeitschrift DAHEIM veröffentlichtte - ähnlich wie übrigens auch die noch bekannterere GARTENLAUBE - um 1900 neben den Zeitschriftenausgaben jährlich Kalender-Bände in handlicherem Format. Diese Jahrbücher enthielten neben einem Kalendarium für allgegenwärtige Einträge, wie z.B. Geburtstage oder sonstige Termine einen Teil mit Erzählungen, Berichten, Anekdoten, Rätsel oder auch Nekrologen (im vorliegenden Band z.B. anlässlich des  Todes der englischen Königin Viktoria). Hinzu kam - dem eigentlichen Kalender vor- bzw- nachgeschaltet ein umfangreicher Abschnitt mit zeitgenössischer häufig ansprechend illustrierter Werbung.



DAHEIM-KALENDER
für das Deutsche Reich für das Gemeinjahr 1902
Herausgegeben von der Redaktion des Daheim
Verlag von Velhagen & Klasing | Bielefeld u. Leipzig [1901]
farb. geprägtes Ln. -- ca. 13,5 x 20 cm -- 288 S. + Anzeigen





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Dienstag, 30. April 2013

Wörishöffer - bearbeitet

S[ophie] Wörishöffer (1838-1890) gehörte mit ihren dicken Abenteuerschmökern mit Sichheit zu den wichtigsten Jugendbuchautoren der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die zumeist bei Velhagen & Klasing veröffentlichten um die 600 Seiten starken Bände, waren in den Originalausgaben toll augestattet und dementsprechend teuer.

Vielfach wurden in späteren Jahren - bis weit ins 20. Jahrhundert hinein - gekürzte und oftmals auch schlechter ausgestattete bearbeitete Ausgaben der Romane herausgegeben. Dies ist häufig ärgerlich, insbesondere wenn man an die oftmals umfangreichen Kürzungen denkt. Die Abbildungen in den Neuausgaben können dagegen teilweise durchaus überzeugen.

PoMeWe kann heute zwei spätere Ausgaben zeigen. Beginnen wir mit DAS LIED VOM BRAVEN MANN [Original: Das Buch vom braven Mann (1882)]. Die gezeigte Ausgabe erschien ohne Jahresangabe im Drei Türme Verlag in Hamburg, einem Verlagshaus, welches eher auf preiswerte Ausgaben spezialisiert war. Die ansprechenden Illustrationen stammen von Max Wulff (* 1871), der viel für den Weichert-Verlag gearbeitet hat.



S. Wörishöffer
Das Lied vom braven Mann
Erzählung. Bearbeitet von Balduin Möller
Mit [2] farbigen Vollbildern nach Originalen von M. Wulff

Drei Türme Verlag | Hamburg [s.a.]
Hln. mit farb. Deckelbild von Max Wulff -- ca. 15 x 21,5 cm -- 159 S. ill.
[Die DNB kennt nur eine inhaltlich und ausstattungsmässig wohl identische Ausgabe bei A. Weichert in Berlin, die dort auf 1930 datiert wird.]



Das zweite Beispiel ONNEN VISSER erschien ursprünglich 1885 als Onnen Visser, der Schmugglersohn von Norderney. Die hier gezeigte Fassung wurde von A. Flügel bearbeitet und mit sehr schönen Bildern von Karl Mühlmeister (1876-(1942-45)) ausgestattet.
"Karl Mühlmeister war sicherlich einer der produktivsten und talentiertesten Illustratoren von Kinder-und Jugendliteratur in Deutschland im frühen 20. Jahrhundert. Es handelt sich um Entwürfe und Aquarelle zu Märchen, Sagen und Abenteuergeschichten wie Lederstrumpf von James Fenimore Cooper, oder andere Kinder-und Jugendliteratur wie Johanna Spyris Heidi. Mühlmeister arbeitete in München, bis um 1942 und war Mitglied der [sic] "Süddeutschen Illustratorenbund". Das Datum seines Todes ist leider unbekannt. Was bleibt, ist sein Werk, und vor allem seine Aquarelle sind von einer faszinierenden zarten Schönheit. ... Mühlmeister's leuchtend farbige Landschaften zaubern die Atmosphäre des ganzen Bildes, sie sind "Stimmungslandschaften", in dem die Protagonisten agieren, nehmen Sie die Geschichten statt. Auch wenn die dargestellten Personen oft sehr klein sind im Gegensatz zu ihrer Umgebung, sie sind nicht nur Zweck (wie von der Tradition der Landschaftsmalerei bekannt), sondern ebenso wichtig wie die Landschaft selbst: sie bilden ein einheitliches Ganzes, das Einblick gibt in die magisch-fiktive Welt der dargestellten Geschichte."(Das Zitat wurde von der website http://www.detlef-heinsohn.de/illus-muehlmeister.htm übernommen. Den Ausgaben kann ich persönlich voll und ganz zustimmen!

S. Wörishöffer
ONNEN VISSER
Eine Erzählung aus schwerer Zeit für die Jugend
Neu herausgegeben und zeitgemäß gekürzt von A. Flügel
Mit fünf bunten Bildern von Karl Mühlmeister

Verlag von A. Anton & Co. | Leipzig [1929] 2. Aufl. 6.- bis 9. Tsd. s.a.
Leinen mit mont. Deckelbild -- ca. 16 x 22,5 cm -- 144 S., ill.
[mit 4 mont. Farbbildern - die obige Angabe "5" zählt das Deckelbild mit.]




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Abenteuerliches aus dem (einstmals) deutschen Osten

Die bislang wohl jüngste Ausgabe der deutschtümelnden historischen Erzählung WOLF DER STRUTER aus der Feder von Max Worgitziki erschien 1956 - erstmals gab's das Buch 1934 im Verlag 'Junge Generation' in Berlin.

Worgitzki, Max 1884-1937 / Leiter einer Molkereigenossenschaft im Kr. Ortelsburg, Mitbegründer und Vorsitzender des Masuren- und Ermländerbundes , 1919 Organisator der Volksabstimmung in Masuren, Gründer der "Grenzland-Volkshochschule"; Verf. stammt aus Allenstein (Zitat: DNB)


Max WORGITZKI
Wolf der Struter
Erzählung aus der Zeit des Deutschritterordens in Ostpreußen

Holzner Verlag | Würzburg 1956
Hln. -- ca. 12,5 x 19,3 cm -- 100 S., ill.

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Abenteuer aus Sibirien

Für den Zeitraum zwischen 1911 und 1968 verzeichnet die DNB mehr als 120 verschiedene Titel der Reihe SCHAFFSTEINS GRÜNE BÄNDCHEN, die teils in zahlreichen (manchmal auch neu bearbeiteten) Ausgaben veröffentlicht wurden.

Wir zeigen hier den 39 Band, der in der vorliegenden Ausgabe im 21.-30. Tsd. 1922 auf den Markt kam.


Oscar Iden-Zeller
Auf einsamen Wegen in Nordost-Sibirien
Mit Zeichnungen von Max Bürger

Hermann Schaffstein | Köln am Rhein 21.-30. Tsd. 1922
Hln. - ca. 11,5 x 17 cm - 71 S.
[= Schaffsteins Grüne Bändchen, 39]


Rückseite des Titelblattes mit einmontiertem Inhaltsverzeichnis

Titelliste, Band 31-76
Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!