Freitag, 10. April 2026

KOLPORTAGE : Mein Sonny Boy

Mein Sonny Boy 

Kolportage

Mein Sonny Boy. Die Geschichte einer großen Kindesliebe. Roman - von Ernst Friedrich Pinkert
Niedersedlitz : H. G. Münchmeyer 1930 (2400 pp - ill. - gr. 8) - hier: Heft 1

Bei dem Roman handelt es sich um einen späten Vertreter des Kolportageromans. Die umfangreichen erzählten Geschichten wurden in zumeist 100 oder noch mehr Hefte aufgeteilt und über Kolporteure (oder auch in Buchhandlungen) vertrieben. Zur üblichen Praxis gehörte, dass das erste Heft umsonst verteilt wurde, um so einen Anreiz zu schaffen, die weiteren Hefte käuflich zu erwerben.
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Ernst Friedrich Pinkert (*20. Juli 1876 in Erfurt; † 11. Mai 1952 in Berlin) war ein Schriftsetzer und später Autor des Münchmeyer-Verlags.

Er lebte und arbeitete in Kassel, wo er im Juli 1899 heiratete. Zwei Monate später wurde Tochter Sophie Karoline in Erfurt geboren. (Die Ehe wurde 1915 in Berlin geschieden.) Im April 1915 wurde der uneheliche Sohn Wilfried Grunert geboren.

Werke

  • Das Weib des Johannes (Rekord-Verlag, 1925)
  • Mein Sonny Boy (Münchmeyer-Verlag, 1930)
  • So eine (Leipziger Verlag, 1923)
  • Schwarze Natascha - Die Liebe des Wolgaschiffers (Russischer Volksroman aus der Gegenwart) (4 Bände, Wolga-Verlag Niedersedlitz, 1927)
  • Alle Schuld rächt sich
  • Der geheimnisvolle Feind
  • Auf abschüssiger Bahn
  • Herzschuss, 1919
  • Der Leidensweg eines armen Mädchens
  • Knute und Fessel - Michael Bornoff, der Günstling der Zarin (4 Bände, Wolga-Verlag Niedersedlitz)
  • Das Mädchen aus der Ackerstraße (1919 ersch. unter dem Namen Ernst Friedrich)
  • Nat Pinkerton ( Detektiv Geschichten)

Pseudonyme:


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Donnerstag, 26. Februar 2026

Rezension: WEIGAND - Spannend auf hohem Niveau (Roth)

Buchbesprechung 
Romanhefte


Ich teile hier meine Amazon-Besprechung von Jörg Weigands neuem Buch: 
  • SPANNEND AUF HOHEM NIVEAU. Anpruchsvolle Literatur im Romanheft.
    Winnert : Pmachinery Michael Haitel 2026 (175 pp., durchgängig farbig ill.) [= Außer der Reihe 101] - ISBN: 978 3 95765 500 4 - 19,90 € 


Hier (bei Amazon) habe ich eine sogenannte 'Kundenbewertung' mit nur einem Stern gefunden ... natürlich ohne jeden Kommentar. Es erschließt sich mir nicht, was der 'Bewerter' damit aussagen will. Er äußert sich nicht, er begründet seine Wertung nicht! Das ist nicht nur dumm und unangebracht, sondern auch völlig überflüssig. - 
So jetzt aber zu Jörg Weigands neuem Buch: In SPANNEND UND AUF HOHEM NIVEAU macht der ausgewiesene Spezialist für populäre Literatur uns vertraut mit den literarischen Auswüchsen, die sich öfters als eigentlich vermutet im riesigen Dschungel der Romanhefte finden und aus diesem wie Urwaldriesen nach oben herausragen. 
Nach sachkundiger Einführung mit zahlreichen Hintergrundinformationen und einigen erhellenden Gedanken (u. a. zu Fragen der Bearbeitung für den Heftabdruck) bietet der Hauptteil des Buches eine Liste, in der - im Original - anspruchsvolle literarische Texte von Kobo Abe bis Stefan Zweig auf rund 150 Druckseiten aufgeführt werden. Neben den Autoren (inkl. der Angabe der Lebensdaten) finden sich die Titel sowie Nachweise darüber, in welchen Romanheftreihen und unter welchen Heftnummern die erzählenden Texte veröffentlicht wurden. 
Das kann natürlich - aufgrund der mangelnden bibliografischen Erfassung so mancher Reihe - nicht vollständig sein. zudem beruht die Entscheidung darüber, ob ein Text Berücksichtigung finden soll oder nicht, auf der subjektiven Einschätzung von Jörg Weigand. Hier hat er hervorragend ausgewählt und ich stimme weitestgehend mit seiner Liste überein. Das Ganze wird gut übersichtlich dokumentiert. Zudem sind unbedingt die zahlreichen farbigen Abbildungen (im Prinzip fast auf jeder zweiten Seite) von häufig sehr seltenen Romanheften lobend zu erwähnen. Die gezeigten Umschlagillustrationen belegen klar, auf welch hohem Niveau sich oftmals die Arbeit der Gestalter dieser Gebrauchskunst bewegte. 
Als Fazit bleibt mir die Vergabe von fünf Sternen - ich denke auch im Gegensatz zum oben erwähnten 'Bewerter' genügend begründet. Das Buch gehört auf jedem Fall unbedingt in die Handbibliothek von Sammlern und auch von Wissenschaftlern, die sich für Romanhefte und ihr Umfeld interessieren. 
(Karl Jürgen Roth)

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