Donnerstag, 26. Februar 2026

Rezension: WEIGAND - Spannend auf hohem Niveau (Roth)

Buchbesprechung 
Romanhefte


Ich teile hier meine Amazon-Besprechung von Jörg Weigands neuem Buch: 
  • SPANNEND AUF HOHEM NIVEAU. Anpruchsvolle Literatur im Romanheft.
    Winnert : Pmachinery Michael Haitel 2026 (175 pp., durchgängig farbig ill.) [= Außer der Reihe 101] - ISBN: 978 3 95765 500 4 - 19,90 € 


Hier (bei Amazon) habe ich eine sogenannte 'Kundenbewertung' mit nur einem Stern gefunden ... natürlich ohne jeden Kommentar. Es erschließt sich mir nicht, was der 'Bewerter' damit aussagen will. Er äußert sich nicht, er begründet seine Wertung nicht! Das ist nicht nur dumm und unangebracht, sondern auch völlig überflüssig. - 
So jetzt aber zu Jörg Weigands neuem Buch: In SPANNEND UND AUF HOHEM NIVEAU macht der ausgewiesene Spezialist für populäre Literatur uns vertraut mit den literarischen Auswüchsen, die sich öfters als eigentlich vermutet im riesigen Dschungel der Romanhefte finden und aus diesem wie Urwaldriesen nach oben herausragen. 
Nach sachkundiger Einführung mit zahlreichen Hintergrundinformationen und einigen erhellenden Gedanken (u. a. zu Fragen der Bearbeitung für den Heftabdruck) bietet der Hauptteil des Buches eine Liste, in der - im Original - anspruchsvolle literarische Texte von Kobo Abe bis Stefan Zweig auf rund 150 Druckseiten aufgeführt werden. Neben den Autoren (inkl. der Angabe der Lebensdaten) finden sich die Titel sowie Nachweise darüber, in welchen Romanheftreihen und unter welchen Heftnummern die erzählenden Texte veröffentlicht wurden. 
Das kann natürlich - aufgrund der mangelnden bibliografischen Erfassung so mancher Reihe - nicht vollständig sein. zudem beruht die Entscheidung darüber, ob ein Text Berücksichtigung finden soll oder nicht, auf der subjektiven Einschätzung von Jörg Weigand. Hier hat er hervorragend ausgewählt und ich stimme weitestgehend mit seiner Liste überein. Das Ganze wird gut übersichtlich dokumentiert. Zudem sind unbedingt die zahlreichen farbigen Abbildungen (im Prinzip fast auf jeder zweiten Seite) von häufig sehr seltenen Romanheften lobend zu erwähnen. Die gezeigten Umschlagillustrationen belegen klar, auf welch hohem Niveau sich oftmals die Arbeit der Gestalter dieser Gebrauchskunst bewegte. 
Als Fazit bleibt mir die Vergabe von fünf Sternen - ich denke auch im Gegensatz zum oben erwähnten 'Bewerter' genügend begründet. Das Buch gehört auf jedem Fall unbedingt in die Handbibliothek von Sammlern und auch von Wissenschaftlern, die sich für Romanhefte und ihr Umfeld interessieren. 
(Karl Jürgen Roth)

Im PoMeWe MAGAZIN stellen wir einzelne Medien oder Autoren in Form von bibliografischen Notizen, Miszellen oder kürzeren Essays vor. Gerne sind Gastbeiträge möglich. 🔝

Donnerstag, 12. Februar 2026

Doctor Who und der Meep (Sonntag)

Doctor Who und der Meep

Comic / TV



1984 erschien bei Marvel eine neue Comicversion zu der beliebten britischen Serie „Doctor Who“. Zu diesem Zeitpunkt lief der Serie bereits 21 Jahre und hatte mit ihrer Laufzeit die meisten anderen Serien übertroffen. In den neue Ausgaben 1 und 2 lief die Geschichte um das „Star Beast“ (zuvor erschien diese Geschichte 1980 im Doctor Who-Magazine)




In Blackcastle stürzt ein außerirdisches Raumschiff ab und ein niedlich aussehendes Wesen kriecht aus den Trümmern. Sharon, eine Begleiterin des vierten Doctors (eine Rolle, die nur für die Comics geschrieben wurde und in der Fernsehserie nie erschien) findet den knuffigen Kerl und nimmt ihn mit zu ihrem Freund Colin. Doch bald tauchen die schrecklichen Wrarth-Krieger auf, die Beep den Meep jagen. Der Doctor versucht, ihn zu retten. Doch sie müssen schnell feststellen, dass sie sich geirrt haben. Die Meeps, einst eine friedliche und sanftmütige Spezies, haben sich durch eine Strahlung in kriegerische Eroberer verwandelt, die bereits mehrere andere Planeten zerstört und dutzende Rassen ausgelöscht haben. Die Wrarth wurden aus mehreren Alienrassen gezüchtet, um die Meeps zu jagen und Beep ist der letzte von ihnen. Doch nun plant er, die Erde mit dem Antrieb seines Raumschiffs zu zerstören und er hat durch die Strahlung, die seine Art veränderte, mehrere Menschen unter seine Kontrolle gebracht.

Eine gut geschriebene Geschichte und Zeichnungen, die heute das wohlig-nostalgische Gefühl eines typischen Comics aus den 80ern erwecken.


Doch das ist nicht das Besondere an diesem Comic. Das zeigte sich erst 2023, als David Tennant als 14. Doctor in diese Rolle zurück kehrte. Die erste Folge der Specials, die anläßlich 60 Jahre Doctor Who erschienen, trug den Titel „Star Beast“. Und tatsächlich – Das Abenteuer des 4. Doctors wurde für eine Folge mit dem 14. Doctor umgeschrieben. Diesmal war es die Familie Donna Nobles, die mit dem Kuschelkiller konfrontiert wurde, doch sonst war es nahezu die gleiche Geschichte.

Schon zuvor wurden Comics als Inspiration für Doctor Who heran gezogen (So zum Beispiel das erste gemeinsame Abenteuer von Flash (Wally West) und Green Lantern (Kyle Rayner), das zu einem Doctor Who Special umgeschrieben wurde). Doch es war wohl das einzige Mal, dass ein Doctor ein Abenteuer seiner früheren Inkarnation erlebte.

Beep tauchte in den Comics noch einige Male auf und wurde von dem 6. Doctor aufgehalten. Bleibt abzuwarten, ob wir ihn auch auf dem Bildschirm erneut sehen dürfen.



© 2026 by Michael Sonntag 



Im PoMeWe MAGAZIN stellen wir einzelne Medien oder Autoren in Form von bibliografischen Notizen, Miszellen oder kürzeren Essays vor. Gerne sind Gastbeiträge möglich. 🔝