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Sonntag, 24. März 2013

Gottes Wort in exotischer Fremde

... so könnte man das Missionsschrifttum auch bezeichnen.

Im Zuge der europäischen Expansion der Neuzeit und neuesten Zeit spielte das Thema Mission immer einer durchaus wichtige Rolle. Die christlichen Kirchen entsandten ihre Missionare vielfach in exotische, weit entlegene Gegenden des Erdballs, wo sich die Missionare und oftmals auch ihre Frauen voller Eifer der Christianisierung der dortigen Einheimischen widmeten. Hierbei spielte es meistens keine Rolle, ob die Ortsansässigen überhaupt missioniert werden wollten. Missionierung hatte immer auch mit der Ausbreitung europäischer Sitten und Lebensgewohnheiten zu tun, d.h. sie führte, wenn sie erfolgriech war, häufig auch zu irreparablen Schädigungen einheimischer Kultur. Diese brachte es mit sich, dass es auch in Europa zu deutlicher Kritik an den Methoden und Praktiken der Missionare kam. Im 19. Jahrhundert zog sich z.B. Friedrich Gerstäcker mit seinen missionskritischen Romanen TAHITI oder DIE MISSIONARE den Zorn kirchlicher Kreise zu.


Zur Propagierung ihrer Tätigkeit und auch zur Rechtferigung griffen die Missionsgesellschaft auf publizistische Mittel zurück. Sie veröffentlichten selbst zahlreichen Schriften, in denen von der aufopferungsvollen Tätigkeit der Missionare, ihren Schwierigkeiten, Leiden aber auch Erfolgen in oftmals abenteuerlicher Form berichtet wurden.Zahlreiche dieser Broschüren und Büchern waren für jugendliche Leser bestimmt, andere sollten stärker Erwachsene ansprechen.

POMEWE zeigt hier zwei späte Beispiele aus dem Bereich des Missionsschrifttums, die ihre Leser ins "Reich der 7000 Inseln" beziehungsweise nach "Kan-Su. Zwischen Gletscher und Wüste" führten. Beide Bände wurde in den 1930er Jahren in Wien-Mödling gedruckt und sind mit zahlreichen schwarz-weiss Fotos bebildert.

IM REICH DER TAUSEND INSELN
Herausgegeben von einem Freundeskreis

10. Tsd. - Druck und Verlag der Missionsdruckerei St. Gabriel | Wien-Mödling [s.a.]
Halbleinen --ca. 14 x 20,5 cm -- 220 S., ill. 1 Karte


KAN-SU. ZWISCHEN GLETSCHER UND WÜSTE
Herausgegeben von einem Freundeskreis

Druck und Verlag der Missionsdruckerei St. Gabriel | Wien-Mödling [s.a.]
Brosch. --ca. 14,5 x 20,5 cm -- 124 S., ill.











Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen!

Samstag, 27. Februar 2010

LINDENBERG, Paul - Fritz Vogelsang (1899)

Paul LINDENBERG, Fritz Vogelsang. Abenteuer eines deutschen Schiffsjungen in Kiautschou
Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung | Berlin 1899
288 S. mit 4 Farbenbildern und Aquarellen von Willy Werner und 11 Abbildungen im Text
Notizen:
Ein deutsches Kriegsschiff der Kaiserlichen Marine auf hoher See - so sah die gängige Marinepropaganda für jugendliche Leser vor 1914 aus. Seefahrt garniert mit Abenteuern an exotischen Schauplätzen und besonders gerne natürlich in deutschen Pacht- und Schutzgebieten in Übersee. - Lindenberg (1859-1943) unternahm um 1900 eine Weltreise, die ihn auch nach Asien führte.


Inhalt:


Weihnachtsabend auf dem Gelben Meer.
Der Untergang des "Claus Störtebeck".
Nach dem Schiffsbruch.
Beim deutschen Leuchtturmwächter.
Chinesisches Leben.
In einem chinesischen Dorf.
Die Strandung des "Iltis".
Wie deutsche Männer zu sterben wissen.
Abschied vom Leuchtturm.
Überfall und Gefangenschaft.
Im Gefängnis von Wen-ting.
Die blinde Koi-Tschan
Flucht aus dem Gefängnis.
Die chinesischen Kaisergräber
An der großen Mauer.
In Peking.
Auf dem weißen Fluß.
Der "Bund der langen Messer".
Unter den Seeräubern.
Nach Kiautschou.
Vorwärts, nur vorwärts!
Rettung in letzter Stunde.
In Deutsch-China.
Weihnachten in Kiautschou.