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Donnerstag, 18. August 2022

COSA22.230

COSA22.230 --- Halali - Jagdgeschichten







"Auf, auf! Zum fröhlichen Jagen ...", so könnte es über zahlreichen Jagdgeschichten stehen, die in belletristischer Form das Jägerleben und die Jagd auf irgendwelche Tiere in der Regel verherrlichen. Sie bilden somit einen Teil der Jagdliteratur, die allerdings auch Sach- und Fachbücher mit einschließt. 

Die unterhaltenden erzählenden Geschichten und -romane sollen neben dem Fachpublikum (Jäger, Förster) auch alle Laien ansprechen. Das Spektrum reicht vom Jugendbuch bis zum literarisch anspruchsvollen Text. Kürzere Erzählungen scheinen mir gegenüber umfangreichen Romanen ein Übergewicht zu besitzen. Viele Jagdgeschichten spielen in europäischen Landschaften, viele erzählen aber auch von jägerlichen Erlebnissen in aussereuropäischen Ländern. Großwildjagden in Afrika (heute weitgehend ausgestorben und verboten) werden als spannende Abenteuer geschildert, aber auch die teils humoristischen Episoden aus dem Jägerleben sind oft Thema, wobei häufig das Jägerlatein (übertriebene phantasievolle Schilderungen angeblich wahrer Erlebnisse) nicht zu kurz kommt.

PoMeWE zeigt Beispiele aus dem Bereich der Jugendliteratur (Kurt Lütgen + Albert Kleinschmidt), des klassischen Abenteuerromans von Friedrich Gerstäcker und Karl May, eine Sammlung von Hermann Löns sowie eine der schönen Anthologien aus dem Verlag Neues Leben.

Bei COSA##.### stellen wir einzelne Medien vor. Die Auswahl folgt einem Zufallsprinzip. Gerne sind Gastbeiträge möglich.

Samstag, 26. September 2020

26. September

GEDENKTAGE - 26. September 

Hermann Löns (* 29. August 1866 in Culm, Westpreußen; † 26. September 1914 bei Loivre in der Nähe von Reims, Frankreich) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Schon zu Lebzeiten wurde Löns, dessen Landschaftsideal die Heide war, als Jäger, Natur- und Heimatdichter sowie als Naturforscher und -schützer zum Mythos.
Hermann Löns war Stadtmensch und Intellektueller. Als Reaktion auf die aufkommende Verstädterung zu Beginn des industriellen Massenzeitalters hing sein Herz am kargen Sandboden der Heide und ihren Bauern. Er wohnte wochenlang in seiner Jagdhütte im Westenholzer Bruch. Von dort ging er auf die Pirsch in Wald, Heide und Moor und verfasste unter anderem viele Tier- und Jagdgeschichten sowie Landschaftsschilderungen. Seine Prosa ist von Natureindrücken geprägt. Dass die Jäger zu Hegern wurden, wird auf die Aktivitäten des passionierten Jägers Hermann Löns zurückgeführt. Seinen Schriften kann man entnehmen, dass ihm lebende Wildtiere wichtiger waren als die tote Jagdbeute. Nach seinem Tod war Löns nicht vergessen: Seine Natur- und Tiergeschichten wurden gelesen, seine Lieder wurden gesungen, einige Gedichte auswendig gelernt, Jäger, Naturschützer und Wanderfreunde verehrten ihn. Er war ein früher Verfechter des Naturschutzes und war so Wegbereiter des heutigen Umweltschutzes.
Einzelne seiner Werke wurden auch für das Kino adaptiert, so der sehr populär gewordene Kinofilm Grün ist die Heide (1951), der auf Motiven von Hermann Löns beruht. Die Romane Der letzte Hansbur (1909), Dahinten in der Heide (1910) und Das zweite Gesicht (1912) waren seinerzeit sehr populär und gehörten zu den erfolgreichsten Neuerscheinungen dieser Jahre. Sein Erfolgsroman Der Wehrwolf (1910) schildert wird den gnadenlosen Partisanenkampf eines niedersächsischen Bauerndorfes im Dreißigjährigen Krieg gegen Landstreicher, Marodeure und die schwedische Soldateska. Die Gesamtauflage aller Löns-Bücher wird gegenwärtig auf rund 10 Millionen Exemplare geschätzt. {wikipedia, modifiziert}





Sonntag, 16. Dezember 2012

Auf der Lüneburger Heide ...

... In dem wunderschönen Land 
Ging ich auf und ging ich unter 
Allerlei am Weg ich fand ... 

Hermann Löns (1866-1914) fand in seiner Ideallandschaft nicht nur dieses Lied, dessen erste Strophe ich eben zitierte - er fand dort auch einen "Wehrwolf", der allerdings nichts mit dem 'Haustier' der Horror- und Gruselfans zu tun hat; bei dem Wehrwolf von Löns handelt es sich vielmehr um den Titel eines 1910 veröffentlichten Romans aus der Feder von Hermann Löns, der vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges angesiedelt ist. Das Buch wurde zu einem Bestseller. 
Später instrumentalisierten die Nationalsozialisten den Titel - wehrhaft wie die Bauern der Heide, so wollten sich die Deutschen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges in einem neuen Wehrwolf gegen die Feinde von aussen wehren und diese wieder aus Deutschland herauswerfen. - Ergebnis war, dass der Roman von Löns indiziert wurde.

Heutzutage kann man den Roman als historischen Roman vor einem regionalen Hintergrund lesen, wenn man bereit ist, über manches Gefasel hinwegzusehen. Sätze wie
"Im Anfange war es wüst und leer in der Haide. [...] Da kamen eines Abends andere Menschen zugereist, die blanke Gesichter und gelbes Haar hatten; mit Pferd und Wagen, Kind und Kegel kamen sie an, und mit Hunden und Federvieh.
Es gefiel ihnen gut in der Haide, denn sie kamen daher, wo das Eis noch bis in den Mai auf den Pümpen stand und im Oktober schon wieder Schnee fiel.
Ein jeder suchte sich seinen Platz und baute sich darauf ein breites Haus mit spitzem Dach, das mit Reet und Plaggen hedeckt war und am Giebel ein paar bunte Pferdeköpfe aus Holz aufwies." (S. 1)
erinnern (wohl bewusst) an die biblische Schöpfungsgeschichte, sind aber zumindest für mich nur schwer erträglich.

Hermann LÖNS
Der Wehrwolf
Eine Bauernchronik
Eugen Diederichs | Jena 352. bis 361. Tausend 1930
Leinen mit geprägtem Deckelbild [von F.H. Ernst Schneidler] -- 242 S.
 Ich danke Herbert Kalbitz für die Scanvorlage!

Samstag, 8. Dezember 2012

Bilder aus der Heide

Hermann LÖNS
Mein braunes Buch
Heidbilder

Adolf Sponholtz Verlag G.m.b.H. | Hannover  © 1912 [143.-147. Tsd.]
Leinen -- 221 S.



Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlage!