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Samstag, 16. September 2023

COSA23.258

COSA23.258 --- Sgt. Rock and the Combat-Happy Joe's of Easy Co.




















... so waren die 1963/64 veröffentlichten - hier präsentierten - Ausgaben der amerikanischen DC-Serie OUR ARMY AT WAR in der Unterzeile betitelt. Zu betrachten und zu lesen gab es diverse Kriegsabenteuer in typisch amerikanischem Stil, Es fällt auf, dass - zumindest bei oben gezeigten Ausgaben - die Titelillustrationen immer überarbeitete Varianten der Eröffnungsseite der Comicstory darstellten. Auf den Umschlagrückseiten der Hefte (und auch im Heftinneren) fand sich regelmäßig Werbung, vielfach für Spielzeug. - Meines Wissens haben solche Kriegscomics - erfreulicherweise - zumeist nicht den Weg in die Programme deutscher Comicverlage gefunden.


Bei COSA##.### stellen wir einzelne Medien vor. Die Auswahl folgt einem Zufallsprinzip. Gerne sind Gastbeiträge möglich.

Donnerstag, 27. Juli 2023

COSA23.207

COSA23.207 --- Kriegerisches im Pappeinband




Erlebnis- und Tatsachenberichte oder auch (angebliche) Sachbücher - bevorzugt über Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg - waren in vergangenen Jahrzehnten durchaus populär. Hierbei spielte es normalerweise keine Rolle ob die "Helden" und Protagonisten solcher Bücher der jeweils eigenen Nation angehörten. In Deutschland gab es einschlägige Bücher u.a. bei Heyne, Moewig und Pabel, von denen etliche durchaus mehrere Auflagen erlebten. In Australien erschien vieles bei Horwitz und auf dem amerikanischen Markt waren u.a. die hier gezeigten 30 Titel bei Ballantine erhältlich.
Solche Kriegsbücher hinterlassen bei mir zumeist einen zwiespältigen Eindruck; auf der einen Seite sind sie oft gut geschrieben, informativ und auch unterhaltsam, auf der anderen Seite finden sich Kriegsverherrlichung und problematische Heldenmythen, insbesondere dann, wenn Krieg als Abenteuer gesehen wird.




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Mittwoch, 2. Februar 2022

COSA22.033

COSA22.033 --- Kriegsromane ("Landser") - verschiedene Verfasser




Kriegsromane, hierzulande auch unter dem Begriff "Landser" bekannt, haben eine lange Tradition. Diese oft als sogenannte Erlebnisberichte kaschierten Texte berichten in häufig glorifizierender Form von den Taten (Untaten) der Soldaten überwiegend während des Zweiten Weltkriegs.
Ihre Blütezeit hatten diese Romanheftreihen ab den 1950er Jahren, als etliche Verlage versuchten ihre Serien auf dem Markt zu etablieren. Schließlich setzte sich die Landser-Reihe von Pabel mit ihren verschiedenen Nebenreihen durch. Autoren waren zunächst oft Schriftsteller, die ihre ersten Meriten schon während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsberichterstatter etc. verdient hatten. Innerhalb der Reihe wurden viele Hefte immer wieder neu aufgelegt. 
Hinzuweisen ist auf die Titelillustrationen. Während die über lange Zeit verwandten schwarz-weiß Fotos zwar  mehr oder weniger authentisch, dafür aber kaum besonders ansprechend sind, zeichnen sich die farbigen gezeichneten Bilder oft durch eine besondere Ästhetik und überwiegend gute Qualität aus, die selbst heutige Sammler von Romanheften noch ansprechen. Hier finden sich Parallelen zu Kriegscomics (vorwiegend aus dem angloamerikanischen Raum und im deutschen Sprachraum eher selten vertreten), die gleichfalls vorwiegend wegen der Qualität ihrer Titelbilder zu Sammlerstücken geworden sind.


LANDSER-Hefte (Auswahl) 
  • 29 - Fred Nemis - Froschmänner greifen an
  • 39 - Karl Alman - Westlich der Oder
  • 132 - Kraaß-Walden - Der Krieg hat viele Gesichter
  • 339 - Friedrich Kersten - Kampf ohne Gnade
  • 510 - F. John-Ferrer - Sturmkompagnie Kressmann
  • 2770 - L. Vrba - Die Schlacht von Avranches


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Donnerstag, 17. Oktober 2013

"Twice sunk he survived fo fight again"

Weiter geht's mit zwei maritimen Kriegsabenteuern des britischen Verlages Kimber Books. Auch hier wieder beeindruckende Titelbilder, die von frisch-fröhlichen militaristischen Abenteuern künden.

Kenelm CREIGHTON - Convoy Commodore

K. POOLMAN - Mountbatten's Fighting Kelly

... in japanischer gefangenschaft ...

darüber berichten die beiden hier gezeigten englischen Paperbacks des Verlags Panther Books. Die Titelbilder der britischen Taschenbücher erinnern durchaus an die Cover-Illustrationen der amerikanischen Man Adventure Magazines.

Dean BRELIS - The Mission - (Panther, 846)

Donald SMITH - And all the Trumpets - (Panther, 1009)

In memoriam "Landser"

Nachdem kürzlich im Internet verkündet wurde, dass die deutschen Landser-Reihen eingestellt werden, stolperte ich in ganz anderem Zusammenhang über die Titelbilder der beiden hier gezeigten englischen Militaria-Taschenbücher aus den 1950er Jahren.

FRISCHAUER & JACKSON - The Navy's Here - [Great Pan, 56]

George MILLAR - Maquis [Great Pan, 44]

Dienstag, 26. Februar 2013

Deutsche Helden im arabischen Sand ... und es war nicht Kara Ben Nemsi

Mit dem Verfasser FRITZ STEUBEN verbindet man gemeinhin die höchst erfolgreichen Tecumseh-Indianergeschichten, die seite ihrem ersten Erscheinen seit den späten 1920er Jahren immer wieder -teils auch in zeitgemäss überarbeiteter Form - neu auf dem Buchmarkt erhältlich waren.

Steuben, der eigentlich Erhard Wittek (1898-1981) hiess, schrieb unter dem gewählten Pseudonym aber zudem eine Reihe von weiteren Bücher, von denen vor allem der umfangreiche historische Roma DER WEITE RITT erwähnenswert ist. Hier sei jedoch zudem an ein Buch aus den 1930er Jahren erinnert, von dem die DNB bis 1944 immerhin eine Auflage von 34.000 Exemplaren verzeichnet.

Fritz Steuben
Die Karawane am Persergolf
Eine abenteuerliche Kriegsfahrt durch die arabische Wüste

Kosmos, Gesellschaft für Naturfreunde [Franckh'sche Verlagshandlung] | Stuttgart 8. Auflage 1935
geprägtes Leinen -- ca. 13 x 20 cm -- 188 S. ill.
[Verlagsnummer 1518]

Wenn ich mich richtig erinnere, wurden grosse Teile der Geschichte im Jungenjahrbuch DURCH DIE WEITE WELT vorabgedruckt.

"Diese Erzählung berichtet von vier jungen deutschen Soldaten, die an einem tollkühnen Streich eines Araberführer teilnehmen. s lag nicht in meiner Absicht, etwa ein Kriegsbuch zu schreiben. Hier ist von Abenteuern die Rede, nicht von mehr." (aus dem Vorwort)

Mit diesen Worten entlarvt sich Steuben selbst, Natürlich geht es um Abenteuer, natürlich geht es aber auch um den Krieg (den Ersten Weltkrieg in Mesopotamien), es geht um deutsches Engagement in dieser Region, es geht um deutsche Helden - Steuben betont konkret, dass man Personen wie Lawrence nicht sagenhaft vergrössere solle, es gäbe schließlich auch die deutschen (Kriegs)helden, und von denen wolle er in seinem Buch reden...

Ich danke Herbert Kalbitz für die Scanvorlage!

Samstag, 9. Februar 2013

Maritimes [00013]

U-Boot-Kriegs-Abenteuer aus dem Jahr 1942. Der Zweite Weltkrieg tobte, deutsche U-Boote betätigten sich als "Piraten" und die NS-Propaganda bejubelte diese Art der Kriegsführung:


Dr. Harald Busch (Kriegsberichter)
Rohr I! - fertig! - Schuss!
W. Conrad & Co. Nationals Verlagsgesellschaft  Leipzig 1942
Pappe, mit farb. Deckelbild -- ca. 12 x 17,8 cm -- 86 S., innen SW-Ill.

Der Kunsthistoriker Dr. Harald Busch war  der jüngere Bruder des Marineschriftstellers Fritz-Otto Busch (1890-1971) ;  Harald Busch wurde am 5.9.1904 in Bad Godesberg geboren und verstarb im Jahr 1983. Neben zahlreichen kunstwissenschaftlichen Veröffentlichungen, schrieb er einige Bücher über den U-Boot-Krieg. - Die Ilustrationen des obigen Bandes sind mit Helmecke (Titel) bzw. L. H. (innen), signiert.


Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlage!

Erster Weltkrieg - Ein Vignetten-Zyklus

Kriegsbücher, die mehr oder wenig verklärt die Taten von Soldaten im Ersten Weltkrieg dokumentierten gab es in grosser Anzahl. Häufig für ein jugendliches Publikum geschrieben - sollten sie mit vielfach abenteuerlichen Schilderungen - Begeisterung wecken fürs Soldatentum, für den Kampf der Deutschen gegen ihre Feinde und (unausgesprochen) für die Bereitschaft sich selbst freiwillig für den Waffendienst zu melden.

In diesem Zusammenhang ist auch die hier vorliegenden Veröffentlichung von Anton Fendrich einzuordnen. Anton Fendrich wurde 1868 in Offenburg geboren und starb 1949 in Freiburg im Breisgau. Während der Jahre des Ersten Wetkriegs schrieb er u.a. ein weiteres Bändchen mit dem Titel MIT DEM AUTO AN DER FRONT, ein KRIEGSBÜCHLEIN FÜR DIE JUGEND und mehrere Bändchen (mindestens 4), die unter dem Obertitel GEGEN FRANKREICH UND ALBION auf den Markt kamen. Zudem gab es auch Sportbücher über Wanderer, Alpinisten, Skiläufer oder Fußball aus seiner Feder.

Schutzumschlag [von Willy Planck (?)]

Anton FENDRICH
An Bord
Kriegserlebnisse bei der schwimmenden und fliegenden Wehrmacht Deutschlands

[auf Einband u. Schutzumschlag: ... bei den See- und Luftflotten]
Franck'sche Verlagshandlung | Stuttgart 31.-40. Tsd. 1916
gebunden (Pappe) mit SchU -- 140 S. ill. [v. W.Pl.]
[= Stuttgarter Kriegsbücher]


Die zwölf Kapitel des Bändchens weisen jeweils zu Beginn Vignetten des bekannten Illustrators Willy Planck [W. Pl.] (1870-1956) auf. Planck zeichnete im Lauf seiner langen graphischen Laufbahn zahllose Bilder zu einer grossen Zahl von Büchern mit oftmals abenteuerlichen Inhalten.
Die Vignetten zu AN BORD zeigen nicht nur "Hurraptriotismus", sie bieten nachdenkliche Momente, neben Heroischem, ja zum Teil finden sich fast idyllische Momente. Originalgrösse der Vignetten je ca. 2,1 x 8,1 cm. Ich nenne in den Bildunterschriften jeweils die Kapitelüberschriften Fendrichs.

Einschiffung

Von Menschen und Maschinen

Dem Feind entgegen

Bei den Luftkreuzern

Helgoland

Die Seefront in Flandern

Bei den Marinefliegern

U-Bootsfahrt

Und wieder die Schaffer
Skagerrak

Gräber und Helden

Politik auf dem Meeresgrund und über den Wassern
Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen!