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Donnerstag, 28. März 2013

Nibelungen (reich illustriert)

"Das ist der Nibelunge Noth,
die Kerle sind jetzt alle tot" 

so könnte man sehr flapsig formulierend den vor allem in der zweiten Hälfte 19. Jahrhundert höchst populären Nibelungenstoff zusammenfassen. In diesen Zusammenhang ist auch Wilhelm Wägners Version des Stoffes einzuordnen. Die erste Fassung dieses Buches erschien laut einem Antiquariatsangebot um 1876.


W[ilhelm] Wägner
Die Nibelungen.
Nach nordischer und deutscher Dichtung erzählt

Otto Spamer | Leipzig 2. verb. u. verm. Auflage [1882]
geprägtes Ln. -- ca. 14,5 x 21,7 cm -- 185 S., ill. von H. Vogel, F. W. Heine u.a.





Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Montag, 25. März 2013

Ein Held wacht ...

so könnte man das dekorative Umschlagbild von Hugo L. Braune (1875-unbekannt) bezeichnen, welches den Einband einer 1905 veröffentlichten Ausgabe der Nibelungen-Sage ziert. Vermutlich stellt das Bild Hagen von Tronje dar, der über die Burgunder wacht, die im Saal von Etzels Burg eingeschlossen sind, das Schwert des 'Helden' ist gerötet, er sitzt kampfbereit da - typische Jugendstil-Elemente ergänzen das Bild.



E. Falch
Das Nibelungenlied
Dem deutschen Volke erzählt
B. G. Teubner | Leipzig und Berlin 1905
Hln. -- ca . 15,5 x 22,7 cm -- 34 S.
[aussen: Die Nibelungen-Sage]



Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen!

Montag, 25. Februar 2013

Bei Etzel gab's Gemetzel ...

... tja, da fallen mir zunächst einmal die Nibelungen ein, die man seit dem 19. Jahrhundert zu einem deutschen Nationalepos hochtypisierte, und die spätestens seit Karl Simrocks bekannter Übersetzung in immer wierder neuen Buchausgaben auf den Markt kamen.

Als Fritz Lang den Nibelungen-Stoff 1924 in zwei Teilen verfilmte, entstand nicht nur ein bis heute beeindruckender Stummfilm, die Verfilmung dürfte generell auch das Interesse an solchen Stoffen erneut belebt haben.

Walter Heichens DEUTSCHE HELDENSAGEN sind ein Zeugnis dafür. Wann die Erstfassung des Buches mit den Filmbildern entstand ist mir nicht bekannt, die DNB kennt nur einen Neudruck aus dem Jahr 1937 und weist im Titeleintrag deutlich auf den Regisseur Fritz Lang hin - obwohl dieser damals schon längst in die USA emigriert war.

"Gibt's hier noch so ein paar Schlaffis?"
(Hagen von Tronje auf der Treppe von König Etzel's Palast)

Walter Heichen
Deutsche Heldensagen
Nach den hochdeutschen Texten von Simrock für die Jugend bearbeitet
Mit Bildern aus dem Lang-Film "Die Nibelungen" mit Genehmigung der Ufa
A. Weichert Verlag | Berlin [s.a. {lt. DNB 1937}]
Halbleinen -- ca. 15 x 22 cm -- 148 S., mit 3 ganzseitigen Filmbildern auf Tafeln

"Na, du toter Dino, ist das Bad zu kalt?"
Siggis Recken ziehen mit ihrem Chef in Worms ein
 
Chor der Schildträger: "Warum kann die Tussi nicht wie jede normale Frau ein Fallreep benutzen?"
Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen!


Donnerstag, 26. Juli 2012

Die Nibelungen - ein deutsches Nationalepos

Das im 13. Jahrhundert von einem namentlich unbekannten Dichter verfasste hochmittelalterliche Nibelungenlied, wurde nach der Wiederauffindung der Handschriften im ausgehenden 18 Jahrhundert und der Popularisierung des Stoffes durch zahlreiche Multiplikatoren während des 19. und 20. Jahrhunderts oft als ein deutsches Nationalepos gesehen. Hebbels Drama, Wagners "Ring" oder auch die Verfilmungen von Fritz Lang (1920er Jahre) bzw. Harald Reinl (1960er Jahre), ja selbst das Sexfilmchen über das 'sagenhafte Liebesleben der Nibelungen' haben hier mythenstiftend gewirkt. Jede Zeit bot ihre eigenen Nibelungen und es ist gerade das Vielschichtige des Stoffes, welches ihn auch heute noch interessant erhält, vgl. z.B. die alljährliche Nibelungen-Festspiele in Worms am Rhein. Mich verführte der Fund der Reinl-Verfilmungen (DVD) auf einem Flohmarkt zu diesem kleinen Blogeintrag.

PoMeWe zeigt einige Beispiele kitschiger Historienmalerei (Postkarten) zum Thema, wie sie einst durchaus populär war.









Literatur: SIEGFRIED Schmied und Drachentöter, hrsg. von Volker Gallé
 -- Worms 2005 -- ISBN 3-936118-31-0 [= Nibelungenedition 1]