Posts mit dem Label Steuben Fritz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Steuben Fritz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. Dezember 2020

3. Dezember - Fritz Steuben

GEDENKTAGE - 3. Dezember 

Fritz Steuben
, eigentlich Erhard Wittek (* 3. Dezember 1898 in Wongrowitz, Deutsches Reich; † 4. Juni 1981 in Pinneberg) war ein deutscher Schriftsteller. Bekannt ist er heute vor allem durch seine Indianerroman-Reihe um den Shawano-Führer Tecumseh. {wikipedia}
Die teils zunächst im Jahrbuch Durch die weite Welt vorabgedruckten Abenteuererzählungen um Tecumseh waren sehr erfolgreich und erzielten in den 1930er und 1940er Jahren hohe Auflagen. In den folgenden Jahrzehnten waren sie durchgängig auf dem Buchmarkt erhältlich, wobei es später auch bearbeitete Fassungen gab. Von der jüngeren Kritik wird den Geschichten oft eine Nähe zur damals herrschenden Ideologie und eine zu starke Betonung von Heldentum und Führerpersönlichkeiten unterstellt. Dies hat teils seine Berechtigung, obgleich hier ein wenig übertrieben wird. Steubens Erzählungen sind natürlich zeittypisch geprägt, sie sind und bleiben aber auch heute durchaus lesenswerte interessante Abenteuergeschichten. Fritz Steuben verfaßte - auch unter seinem richtigen Namen Erhard Wittek - etliche weitere Bücher für Erwachsene und Jugendliche, von denen hier der umfangreiche historische Roman Der weite Ritt empfohlen sei.
 



Dienstag, 26. Februar 2013

Deutsche Helden im arabischen Sand ... und es war nicht Kara Ben Nemsi

Mit dem Verfasser FRITZ STEUBEN verbindet man gemeinhin die höchst erfolgreichen Tecumseh-Indianergeschichten, die seite ihrem ersten Erscheinen seit den späten 1920er Jahren immer wieder -teils auch in zeitgemäss überarbeiteter Form - neu auf dem Buchmarkt erhältlich waren.

Steuben, der eigentlich Erhard Wittek (1898-1981) hiess, schrieb unter dem gewählten Pseudonym aber zudem eine Reihe von weiteren Bücher, von denen vor allem der umfangreiche historische Roma DER WEITE RITT erwähnenswert ist. Hier sei jedoch zudem an ein Buch aus den 1930er Jahren erinnert, von dem die DNB bis 1944 immerhin eine Auflage von 34.000 Exemplaren verzeichnet.

Fritz Steuben
Die Karawane am Persergolf
Eine abenteuerliche Kriegsfahrt durch die arabische Wüste

Kosmos, Gesellschaft für Naturfreunde [Franckh'sche Verlagshandlung] | Stuttgart 8. Auflage 1935
geprägtes Leinen -- ca. 13 x 20 cm -- 188 S. ill.
[Verlagsnummer 1518]

Wenn ich mich richtig erinnere, wurden grosse Teile der Geschichte im Jungenjahrbuch DURCH DIE WEITE WELT vorabgedruckt.

"Diese Erzählung berichtet von vier jungen deutschen Soldaten, die an einem tollkühnen Streich eines Araberführer teilnehmen. s lag nicht in meiner Absicht, etwa ein Kriegsbuch zu schreiben. Hier ist von Abenteuern die Rede, nicht von mehr." (aus dem Vorwort)

Mit diesen Worten entlarvt sich Steuben selbst, Natürlich geht es um Abenteuer, natürlich geht es aber auch um den Krieg (den Ersten Weltkrieg in Mesopotamien), es geht um deutsches Engagement in dieser Region, es geht um deutsche Helden - Steuben betont konkret, dass man Personen wie Lawrence nicht sagenhaft vergrössere solle, es gäbe schließlich auch die deutschen (Kriegs)helden, und von denen wolle er in seinem Buch reden...

Ich danke Herbert Kalbitz für die Scanvorlage!