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Donnerstag, 2. Mai 2013

Tausend und eine Nacht - schön bunt

Der Orientalismus als Modeerscheinung des 19. Jahrhunderts hat bestimmt mit dazu beigetragen, dass die Sammlung der Märchen aus "Tausend und eine Nacht", die einst die schöne Scheherazade einem Sultan erzählte, in Europas durchaus populär wurde. Ja, selbst europäische Autoren wie Wilhelm Hauff griffen die Thematik auf und verfassten Märchen, die vor dem Hintergrund des als farbenprächtig charaktisierten Orients spielen.

Farbenprächtig gekleidete orientalische Potentaten und bunte Staffagen bestimmen auch die Bilder der hier gezeigten Sammlung von O. Berger. Diese Ausgabe des Buches dürfte um 1919 veröffentlicht worden sein, die nicht signierten Farbbilder selbst erscheinen mir älter, es könnte sich meines Erachtens durchaus um Wiederverwendungen handeln.


O. Berger
Die schönsten Märchen aus Tausend und eine Nacht
Für die Jugend bearbeitet
Mit Farbdruckbildern

Ensslin & Laiblins Verlagsbuchhandlung | Reutlingen s.a. [um 1919]
Hln. m. farb. Deckelbild -- ca. 16 x 22 cm -- 224 S. [mit drei Farbbildern]

[Die DNB verzeichnet zudem eine 'Neue Auusgabe' für [1923].]




Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Sonntag, 22. Januar 2012

Türkisches anno 1916

Else Marquardsen-Kamhövener, die später als Märchenerzählerin unter dem Namen Elsa Sophia von Kamphoevener (1878-1963) vor allem als Märchenerzählerin bekannt wurde, wuchs ab 1883 in Konstantinopel auf, und gewann dort engen Kontakt mit der Kultur des Orients. 1916 erschien ihr erstes - hier präsentiertes- literarisches Werk, die Verfasserbezeichnung Marquardsen-Kamhövener geht auf die 1908 geschlossene zweite Ehe mit Ernst Marquardsen zurück.


Albert Waechter in München gestaltete die beeindruckende Einbandzeichnung. Wie üblich, die bibliographischen Infos:

Else Marquardsen-Kamphövener
Der Smaragd des Scheichs. Erzählung aus dem Erwachen  der Türkei
Georg Müller | München - Berlin
8° -- XI, 280 S.

Samstag, 21. Januar 2012

Abenteuer im Orient

Ein älterer Herr schrieb mir vor Jahren, er habe die bei G. Weise veröffentlichten Orient-Abenteuer von Richard Blasius in seinen Jugendjahren lieber als die in der gleichen Region spielenden Geschichten von Karl May gelesen. 'Weises Grüne Abenteuerbücher' waren auf jeden Fall in den 1920er und den 1930er Jahren neben der bekannten 'Kamerad-Bibliothek' der Union Deutsche Verlagsgesellschaft die Abenteuerbuchreihe auf dem deutschen Buchmarkt.

Richard Blasius (1885-1968) schrieb hier etliche Erzählungen. Andere seiner Abenteuergeschichten veröffentlichte er unter dem Pseudonym Karl Richard.  -- Die Illustrationen (Cover + innen) zeigen deutlich die patriarchalisch geprägten Wunschvorstelllungen der spätimperialistischen Kolonialjahre des frühen 20. Jahrhunderts.

Einbandgestaltung von JACOBS


Richard BLASIUS
Das Geheimnis des Kâf. Abenteuer-Roman
Erste bis fünfte Auflage
Gustav Weise Verlag G.m.b.H | Stuttgart [1929]
8° -- 381 S.
Innenillustration



Samstag, 6. März 2010

STEIN, Robert - Unter arabischen Seeräubern (1937)

Robert STEIN, Unter arabischen Seeräubern. Eine Erzählung für die Jugend
A. Weichert | Berlin [1937]

[Neudruck] 123 S., mit [2] farbigen Vollbildern von Max Wulff (u. KAMM)



Notiz:
Informationen über Robert Stein fehlen. Die Erstausgabe des Buches dürfte vor dem Ersten Weltkrieg veröffentlicht worden sein.
M.W. = Max Wulff

KAMM

Samstag, 20. Februar 2010

Ali Baba und die vierzig Räuber (Ali Baba and the Forty Thieves) [USA 1943, c)


 
Ali Baba and the Forty Thieves (US movie poster)

Ein buntes Orient-Abenteuer à la Hollywood, etwas naiv und angejahrt, aber dennoch sehenswert. Die damalige Werbung versprach viel:
"Wild Nights of sheer delights! 
Burning days of bold adventure! 
When Beauty was the booty and the prize of all was love!" 
Maria Montez, Jon Hall, Turhan Bey und Andy Devine - auch aus diversen anderen historischen Hollywood-Kostümschinken bekannt -  geben sich unter der Regie Arthur Lubins Mühe diese Ansprüche zu erfüllen.
Ali, der Sohn des ermordeten Kalifen von Bagdad, bewährt sich als Räuberhauptmann und schafft es letztendlich Bagdad aus der Hand der Mongolen Hulagu Khans (Curt Katch ist in seiner Rolle als Mongolenkhan wirklich herrlich fies) zu befreien. Selbstverständlich gelingt es Ali hierbei, die Gunst der schönen Prinzessin zu gewinnen. Als Zugaben gibt es malerische Banditen, Mädels im Harem, Frau Montez im Bad und reichlich gemalte Kulissen.
3 SAT hat diesen 'Meilenstein' eines exotischen Orientfilms heute erfreulicherweise wieder einmal den deutschen Fernsehkonsumenten präsentiert.  Wer's verpasst hat - meines Wissens gibt es auch eine DVD.