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Samstag, 15. Juli 2023

COSA23.195

COSA23.195 --- Zu KARL MAY


Max Dittrichs alte Monographie zu Karl May wird derzeit (nicht von mir) bei einem bekannten Internetangebotshaus angeboten. Es handelt sich um das Exemplar aus der Sammlung von Josef Höck.
Karl May und seine Schriften. Eine literarisch-psychologische Studie für Mayfreunde und Mayfeinde. Von Max Dittrich, C. Weiskes Buchhandlung Dresden, 1904. Zweite Auflage. 
Die ehemalige Broschur wurde neu eingebunden, das Deckblatt auf den Einband geklebt. Aus der Sammlung des Karl May Forschers Josef Höck, Autograph von ihm auf dem Deckel. Der ist echt, ich habe noch mehr davon, sieh Bild. Unikat, sehr selten. Ich gehe davon aus das Höck das Buch hat binden lassen. Im Format etwas kleiner als die Originalbroschur.
May hat an diesem Buch mitgearbeitet, man vermutet das das letzte Kapitel von ihm geschrieben wurde. Es ist die erste Monographie über May, von ihm sind weitere Texte im Buch enthalten, unter anderem: Nachwort zu "Winnetou 3", hier die Neufassung, Einleitung zu den "Erzgebirgischen Dorfgeschichten", "An meine lieben Gratulanten" und zahlreiche Gedichte.
Josef Höck war freier Mitarbeiter des Radebeuler Verlages, er verfasste für die Jahrbücher einige Artikel und war (mit)Bearbeiter einiger Bände der "Gesammelten Werke" und Reisegefährte von Franz Kandolf. Seine Biografie zu Karl May von 1942 ist bis heute ungedruckt. (aus dem Angebotstext)


Bei COSA##.### stellen wir einzelne Medien vor. Die Auswahl folgt einem Zufallsprinzip. Gerne sind Gastbeiträge möglich.






Dienstag, 30. Mai 2023

COSA23.149

COSA23.149  --- Der Waldläufer - Carl May


 
Ein klassischer und zugleich einer der bekanntesten Abenteuerromane. DER WALDLÄUFER aus der Feder von Gabriel Ferry wurde schon bald nach der französischen Erstveröffentlichung ins deutsche übertragen und in etlichen Jugendbearbeitungen verbreitet, u. a.. auch von Karl May. Hier eine Ausgabe der Mayschen Fassung.

May, K. – Ferry, G. (d. i. E. L. G. de Bellemare): Der Waldläufer von Gabriel Ferry. Für die Jugend bearbeitet von Carl May.
Vierte (4.) Auflage. Reutlingen, Druck und Verlag von Robert Bardtenschlager, (1902). 24 x 19 x 2 cm.  Mit 4 chromolith. Tafeln.  208 S. 
 
Plaul 112.4. Deckelbild 2. Erschienen 15. August 1902 (Eintrag Mays in seinem Exemplar: »Im October 1901 gekauft«). - Seltene blaue Einbandvariante.











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Donnerstag, 18. August 2022

COSA22.230

COSA22.230 --- Halali - Jagdgeschichten







"Auf, auf! Zum fröhlichen Jagen ...", so könnte es über zahlreichen Jagdgeschichten stehen, die in belletristischer Form das Jägerleben und die Jagd auf irgendwelche Tiere in der Regel verherrlichen. Sie bilden somit einen Teil der Jagdliteratur, die allerdings auch Sach- und Fachbücher mit einschließt. 

Die unterhaltenden erzählenden Geschichten und -romane sollen neben dem Fachpublikum (Jäger, Förster) auch alle Laien ansprechen. Das Spektrum reicht vom Jugendbuch bis zum literarisch anspruchsvollen Text. Kürzere Erzählungen scheinen mir gegenüber umfangreichen Romanen ein Übergewicht zu besitzen. Viele Jagdgeschichten spielen in europäischen Landschaften, viele erzählen aber auch von jägerlichen Erlebnissen in aussereuropäischen Ländern. Großwildjagden in Afrika (heute weitgehend ausgestorben und verboten) werden als spannende Abenteuer geschildert, aber auch die teils humoristischen Episoden aus dem Jägerleben sind oft Thema, wobei häufig das Jägerlatein (übertriebene phantasievolle Schilderungen angeblich wahrer Erlebnisse) nicht zu kurz kommt.

PoMeWE zeigt Beispiele aus dem Bereich der Jugendliteratur (Kurt Lütgen + Albert Kleinschmidt), des klassischen Abenteuerromans von Friedrich Gerstäcker und Karl May, eine Sammlung von Hermann Löns sowie eine der schönen Anthologien aus dem Verlag Neues Leben.

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Sonntag, 18. Mai 2014

Gabriel Ferry / Karl May

Illustrierte Abenteuer-Klassiker - Weltbild-Sammler-Editionen



Der Waldläufer
Frei nach Gabriel Ferry bearbeitet von Karl May
Mit 69 Illustrationen von Guilliod [u. a.]
Ausgabe unter Zugrundelegung des Textes der 1879 im Verlag von Franz Neugebauer, Stuttgart, erschienenen Ausgabe
Die Illustrationen sind der um 1878 bei F. Roy, Paris, erschienenen Ausgabe „Le Coureur des Bois par Gabriel Ferry“ entnommen. Die Texte wurden sprachlich überarbeitet und in modernisierter Rechtschreibung gedruckt
Copyright © by Weltbild Sammler-Editionen in der Verlagsgruppe Weltbild GmbH, Augsburg o. J. [2013 (Februar)]
Kolorierung der historischen Illustrationen: Sascha Wuillemet, München
8°, 462 Seiten. Mit Lesebändchen
(= Weltbild Sammler-Editionen: Illustrierte Abenteuer-Klassiker)
Rotbraunes, farbig illustriertes Hardcover
ISBN: 4026411396941

Rarität, da dieses Buch zunächst nicht immer an Normalbesteller (also nur 1 Band pro Monat) ausgeliefert wurde

Samstag, 21. Januar 2012

Treue Kameraden

Eginhard von Barfus (1825-1909) gehört zu den bekannteren Jugendbuchautoren der Zeit um 1900. In der Erzählung Treue Kameraden griff er ein Thema auf, welches damals durchaus populär war: das mexikanische Abenteuer des Habsburger Erzherzogs Maximilian, der als Kaiser Mexikos von Napoleons III. Gnaden ein tragisches Ende gefunden hatte. Prominent aufgegriffen hatte diese Thematik zuvor auch schon Karl May, allerdings unter Pseudonym in dem Kolportageroman Das Waldröschen (Hallo, Ralf!)  -- Mehr zu Eginhard von Barfus



E. v. Barfus
Treue Kameraden. Erzählung aus der Zeit Kaiser Maximilians von Mexiko
Rob. Bardtenschlager Stuttgart s.a. [1893]
110 Seiten. Mit vier ganzseitigen Farbbildern.
Format 18,5cm x 23,5cm

Freitag, 5. März 2010

"Historisch-romantisches Futter" für die Leihbibliotheken um 1800



Unter dem schönen Titel "Almarich Herzog von Siebenbürgen oder der Wald bey Hermannstadt" erschien 1808 in Pest [Budapest] bei K.A. Hartleben "Eine historisch-romantische Geschichte". Das Bändchen (Format 12 x 17 cm) hatte einen Umfang von 142 Seiten und war mit einem ganz netten Titelkupfer von Blaschke versehen.

Ähnlich sahen damals - als Napoleons Herrschaft weite Landstriche Europas kontrollierte - viele Bücher für die beliebten Leihbibliotheken der Zeit aus. 'Historisch-romantische' Geschichten hatten Konjunktur - schon bevor Walter Scott mit seinen umfangreichen Romanen das Genre umkrempelte - und eine Vielzahl von mehr oder weniger bedeutenden Autoren schuf Hunderte solcher Titel. Leihbibliotheken, vor allem grössere Institutionen, waren häufig durchaus respektable Betriebe mit grossem sorgfältig zusammengestelltem Buchbestand und repräsentativen Geschäftsräumen. Daneben gab es allerdings auch  kleinere 'Winkelbibliotheken', wie sie für spätere Jahre z.B. Karl May in seinen Erinnerungen beschreiben. Hier beherrschten sensationell geschriebene Geschichten den Buchbestand, hinzu kamen oftmals weitere, teils schon ziemlich zerfledderte Bände, die von grösseren Bibliotheken ausgesondert worden waren.

Zurück zum oben gezeigten Bändchen: Der Verfasser bleibt ungenannt. Der Verlag von K.A. Hartleben gehört dagegen noch heute - zumindest bei Bibliophilen zu den bekannteren Verlagen der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie, nicht zuletzt durch die in späteren Jahrzehnten veröffentlichten prächtigen Ausgaben von Jules Verne.

In den "Annalen der Literatur und Kunst des In- und Auslandes, Jg. 1810, Band 1" (Wien 1810) hieß es in einer zeitgenössischen Buchbesprechung:

"In Hn Hartlebens Buchhandlung in Pesth erscheinen seit ein paar Jahren häufig deutsche und ungrische Romane. Leider sind sie nur für Leser berechnet, die an einen Romanenschreiber keine hohen Ansprüche zu machen wissen und sich daher mit jedem Roman aus Leihbibliotheken begnügen, wenn er ihnen nur einigermassen in leeren Stunden Unterhaltung gewährt und die Langeweile tödten hilft. Dieß gilt auch von den vorliegenden Romanen. [...] Almarich ist ein Roman von gewöhnlichem Schlage, der sich von Lesern, die Übertreibungen und,Verletzungen der romantischen Wahrscheinlichkeit nicht achten, ziemlich gut lesen läßt. Der Inhalt ist den meisten Lesern der Annalen aus dem Schauspiel der Madame Weissenthurm in Wien: 'der Wald bey Hermannstadt' bekannt. [...]
Uebrigens kann Rec. nicht ins Detail gehen, weil er nicht vergeblich Zeit tödten will und weil er den Raum in den Annalen schonen muß.
Beyde Kupfer von Blaschke sind schön, aber das bey Almarich ist mit mehr Fleiß gearbeitet [...].  Der Verleger dieser Romane hat für guten Druck und überhaupt für ein gefälliges Aeussere gesorgt." (S. 54 f.)

Montag, 22. Februar 2010

KOLPORTAGE-Roman (aus längst vergangener Zeit)


Im Angebot eines bekannten Internet-Auktionshauses findet sich derzeit ein alter Kolportageroman von Robert BLUME mit dem schönen Titel "Das geraubte Kind. Des verwegensten Zigeunerhauptmanns der Gegenwart Leben, Fahrten und Abenteuer zu Wasser und zu Lande", erschienen in Dresden bei Adolf Ander, komplett mit 2516 Seiten, die in diesem Fall in drei Bänden gebunden wurden. Das Erscheinungsjahr lag wohl um 1895. Ursprünglich wurde der Roman mit hoher Sicherheit in Einzelheften veröffentlicht.

Die heute längst unüblich gewordene Form des Kolportagevertriebs funktionierte vereinfacht ausgedrückt folgendermassen: Kolporteure, d.h. mobile 'Buchhändler', verkauften ihre vielfach trivialen Angebote im Tür-zu-Tür-Verkauf. Die von ihnen vertriebenen Bücher (teilweise auch die bekannten Konversationslexika von Meyer oder Brockhaus) erschienen in der Form von Lieferungen mit einem Umfang von zumeist 16 oder 32 Seiten. In bestimmten Abständen erschienen immer wieder neue Lieferungen, die im Abonnement bezogen werden konnten. Der Preis der Einzellieferungen war durchaus günstig (häufig lag er bei 10 Pfennig), für ein komplettes Werke summierten sich allerdings die Beträge. Unterhaltungsromane hatten oftmals einen Umfang von hundert oder mehr Liederungen (in Heftform), deren Titelbilder normalerweise eher grobe Holzschnitte zierten. Üblich war es, um mögliche Kunden zu ködern, dass das erste (teils auch das zweite) Heft eines solchen Romanes kostenlos abgegeben wurde. - In Antiquariaten oder im Internet angebotene erste Nummern von ansonsten verschollenen Romanen zeugen von dieser Praxis.

Über den hier gezeigten Roman sowie seinen Verfasser ist mir nichts Näheres bekannt. Zu den noch immer bekannten Autoren der Kolportageromane zählte Karl May (1842-1912), der in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts etliche umfangreiche Lieferungsromane veröffentlichte, die auch als Nachdrucke heutigen Lesern zugänglich gemacht wurden.

Nachweis: Kosch/Nagl, 449