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Donnerstag, 17. Februar 2022

COSA22.048

COSA22.048 --- Legionäre und mehr - P. C. Wren


BEAU GESTE (dt. DREI BRÜDER) war sein erfolgreichstes Buch. Die abenteuerliche Geschichte über einen Fremdenlegionär in Nordafrika erschien 1924 im Original und 1927 in deutscher Übersetzung. 
Eine erste Stummfilmfassung kam 1926 in die Filmtheater, der sich weitere Verfilmungen anschlossen, von denen die 1939 veröffentlichte Version William A. Wellman mit Gary Gooper in der Hauptrolle die wohl wichtigste ist. 
Der Autor Percival Christopher Wren - ein britischer Schriftsteller - wurde am 1. November 1875 geboren und verstarb am 22. November 1941. Neben BEAU GESTE schrieb er weitere abenteuerliche Unterhaltungsromane und verfasste auch einige Sachbücher. Deutschsprachige Ausgaben sind rar. Abgesehen von DREI BRÜDER erschien nur noch der Roman LEGIONÄR VANBRUGH.



Bei COSA##.### stellen wir einzelne Medien vor. Die Auswahl folgt einem Zufallsprinzip. Gerne sind Gastbeiträge möglich.

Freitag, 29. März 2013

Ein 'LEGIONÄRSROMAN' aus England

Das Thema französische Fremdenlegion war in der deutschsprachigen Leihbuch-Belletristik der Nachkriegsjahre durchaus präsent. Zumeist wurden hier die Erlebnisse deutscher Legionäre an den verschiedenen Einsatzorten geschildert, wobei oftmals die 'unmenschliche' Behandlung der Legionäre, aber auch die Schilderung der zahlreichen [Kriegs-]abenteuer ins Zentrum der Handlung gerückt wurden.

Aber nicht nur im deutschen Leihbuch - nein, auch im Bereich englischer Paperbacks (Taschenbücher)  der damaligen Zeit fand sich dieses Genre. Ein Beispiel fiel mir vor wenigen Tagen im Rahmen eines kleinen Konvoluts, bestehend aus englischen Taschenbüchern der 1950er Jahre, in die Hände.


R. G. Sharp
SPECIAL MISSION
[A Story of the French Foreign Legion]
Panther Books - London 1955
Paperback -- ca. 12 x 18,5 cm -- 143 pp.
[= Panther Books, 205]

Der Werbetext im Inneren des Buches:


Samstag, 24. November 2012

Aus der Hölle der Fremdenlegion [00004]

Die Légion étrangère oder die Fremdenlegion war zur Zeit der Weimarer Republik sogar Thema eines Sonderheftes der SÜDDEUTSCHEN MONATSHEFTE, dessen Titelbild gekonnt übliche Klischeevorstellungen wiederspiegelt.


Die französische Fremdenlegion [aussen: Die Fremdenlegion]
Süddeutsche Monatshefte. September 1926. Heft 12,
23. Jahrgang. München: Südd. Monatshefte 1926. Groß-8° (24,5x16cm). VII, S. 384-462, XVI Seiten. Original-Broschur.
[Das Themenheft "Fremdenlegion" enthält auf 42 Seiten 8 detaillierte Beiträge verschiedener Offiziere Angaben laut Internetangebot]

Aus der Hölle der Fremdenlegion [00003]

Auch in Vorträgen machte man in den 1950er Jahren Propaganda gegen den Dienst in der Légion Étrangère - zugleich betrieb man aber auch Propaganda für die eigenen schriftstellerischen Werke.

Albert Verbeet signierte sein Buch: "In Erinnerung an meinen Vortrag 'Fremdenlegion und Indochina' in der 'Engelbert-Heimstatt', W'tal-Elberfeld, den 1.12.1953. Alb. Verbeet". Vom signierte Werk wird in der DNB auch noch eine 3. Auflage [1954] verzeichnet, ausserdem erwähnt die DNB die Einbandvarianten broschiert, Halbleinen sowie Leinen. - Verbeet hat bis 1967 mindestens drei weitere Bücher mit ähnlichen Inhalten veröffentlicht, die teils auch als 'Jugendschriften' gekennzeichnet wurden.

Albert VERBEET
Freiwillige in den Tod. 
Ein Deutscher in der Dschungelhölle von Indochina
[Selbstverlag] Verbeet | Oberhausen-Sterkrade [1953 oder früher]
Halbleinen -- 136 S. mit Abb.

Aus der Hölle der Fremdenlegion [00002]


Faber du Faur, Otto von (1828 in Ludwigsburg - 1901 in München):
Fremdenlegionär 
originale Bleistiftzeichnung auf Büttenpapier ca. 36x23cm;
unterhalb der Darstellung mit Stempelmonogramm und handschriftlich datiert "8.Jan.(18)85"

Aus der Hölle der Fremdenlegion [00001]

Nach verlorenen Kriegen besassen die Werbeversprechungen der französischen Fremdenlegion durchaus eine gewisse Attraktivität für ehemalige Soldaten oder abenteuerlustige junge Männer. Man versprach einen spannenden Aufenthalt in exotischen Ländern, ein gutes Leben in der Legion und/oder ordentlichen Sold - gegen die Verpflichtung Frankreich irgendwo in der Welt als 'Kanonenfutter' zu dienen. Allerdings erwiesen sich die Versprechungen oft als übertrieben oder falsch. Harter Dienst, Schikanen und Langeweile in täglichen Dienst in den oftmals einsamen Garnisonen waren vielfach an der Tagesordnung - was nicht zuletzt dazu führte, dass manche Legionäre mit Desertationsgedanken spielten ... und diese Desertationen auch durchführten.

Hierzu entstand eine reiche Erinnerungsliteratur. Sei es wie - im präsentierten Buch - in Form einer Briefdokumentation, sei es in direkten Erinnerungen ehemaliger Legionäre oder in belletristischer Form, z.B. in Romanheften, gebundenen Büchern bzw. - nach 1945 - auch in Leihbüchern und Taschenbüchern.

In Deutschland spielten in der Rezeptionsgeschichte dieser Literatur Fakten, wie eine gefühlte Antipathie gegen Frankreich durchaus eine Rolle für den kommerziellen Erfolg solcher Werke. Hier konnte man über die damals vielfach ungeliebten westlichen Nachbarn, genau das lesen, was man eigentlich eh schon dachte; zusätzlich gewürzt mit einigen Prisen Abenteuer, Exotik und Nervenkitzel, was den 'Unterhaltungswert' der Titel durchaus steigerte. - Die eigentlich intendierte Warnung vor dem Dienst unter 'Frankreichs fremden Söhnen' dürfte dagegen vielfach ungehört verpufft sein.


Fred WESTPHAL (Hrsg.)
Gemarterten-Schreie in die Kulturwelt
Briefe deutscher Söhne aus der Hölle der Fremdenlegion
Geleitwort von General a.d. Hermann v. Kuhl
Mit acht Abbildungen und vier Brief-Faksimiles

Robert Lutz Nachfolger Otto Schramm | Stuttgart 1931
engl. brosch. (oben) Leinen (unten) -- ca. 19,5 x 13,3 cm -- 159 S.


Der im Buch vorhandene Hinweis: "Für Jugendliche unter 18 Jahren ist diese Schrift nicht bestimmt." dürfte sich vbermutlich verkaufsfördern ausgewirkt haben.

Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlage der broschierten Ausgabe!