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Samstag, 16. September 2023

COSA23.258

COSA23.258 --- Sgt. Rock and the Combat-Happy Joe's of Easy Co.




















... so waren die 1963/64 veröffentlichten - hier präsentierten - Ausgaben der amerikanischen DC-Serie OUR ARMY AT WAR in der Unterzeile betitelt. Zu betrachten und zu lesen gab es diverse Kriegsabenteuer in typisch amerikanischem Stil, Es fällt auf, dass - zumindest bei oben gezeigten Ausgaben - die Titelillustrationen immer überarbeitete Varianten der Eröffnungsseite der Comicstory darstellten. Auf den Umschlagrückseiten der Hefte (und auch im Heftinneren) fand sich regelmäßig Werbung, vielfach für Spielzeug. - Meines Wissens haben solche Kriegscomics - erfreulicherweise - zumeist nicht den Weg in die Programme deutscher Comicverlage gefunden.


Bei COSA##.### stellen wir einzelne Medien vor. Die Auswahl folgt einem Zufallsprinzip. Gerne sind Gastbeiträge möglich.

Sonntag, 8. Januar 2023

COSA23.008

COSA23.008 --- Feldpostkarten aus den Jahren 1915 und 1916








Die als Feldpost gelaufenen Postkarten wurden 1915 und 1916 versandt. Sie waren nicht unbedingt speziell für diese Versandart gedruckt worden, sondern stammten durchaus auch aus dem 'normalen' Programm der deutschen Postkartenverlage.
Gezeigt werden zumeist Soldaten in Uniform bei verschiedenen Tätigkeiten oft in ihrer Freizeit (... beim Biertrinken etc.) bzw. bei 'friedfertigen'  Beschäftigungen. Das eigentliche Kriegsgeschehen wird weitgehend ausgeblendet, auch der "Bau der Schützengräben" spielt sich friedlich ab (die Bauarbeiter scheinen Zivilisten zu sein). Viele Karten sind koloriert, manchmal handelt es sich auch um üblen Propagandakitsch. Dennoch sind die meisten Karten von einer Glorifizierung des Krieges weit entfernt, sie sollten als Zeitdokumente gesehen werden. Die individuelle Texte der Absender auf den Rückseiten der Karten sprechen Alltagsfragen an und verbreiten manchmal auch Optimismus. Die Karten auch bei: https://altepostkarten.blogspot.com




Bei COSA##.### stellen wir einzelne Medien vor. Die Auswahl folgt einem Zufallsprinzip. Gerne sind Gastbeiträge möglich.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

"Twice sunk he survived fo fight again"

Weiter geht's mit zwei maritimen Kriegsabenteuern des britischen Verlages Kimber Books. Auch hier wieder beeindruckende Titelbilder, die von frisch-fröhlichen militaristischen Abenteuern künden.

Kenelm CREIGHTON - Convoy Commodore

K. POOLMAN - Mountbatten's Fighting Kelly

... in japanischer gefangenschaft ...

darüber berichten die beiden hier gezeigten englischen Paperbacks des Verlags Panther Books. Die Titelbilder der britischen Taschenbücher erinnern durchaus an die Cover-Illustrationen der amerikanischen Man Adventure Magazines.

Dean BRELIS - The Mission - (Panther, 846)

Donald SMITH - And all the Trumpets - (Panther, 1009)

Samstag, 9. Februar 2013

Maritimes [00013]

U-Boot-Kriegs-Abenteuer aus dem Jahr 1942. Der Zweite Weltkrieg tobte, deutsche U-Boote betätigten sich als "Piraten" und die NS-Propaganda bejubelte diese Art der Kriegsführung:


Dr. Harald Busch (Kriegsberichter)
Rohr I! - fertig! - Schuss!
W. Conrad & Co. Nationals Verlagsgesellschaft  Leipzig 1942
Pappe, mit farb. Deckelbild -- ca. 12 x 17,8 cm -- 86 S., innen SW-Ill.

Der Kunsthistoriker Dr. Harald Busch war  der jüngere Bruder des Marineschriftstellers Fritz-Otto Busch (1890-1971) ;  Harald Busch wurde am 5.9.1904 in Bad Godesberg geboren und verstarb im Jahr 1983. Neben zahlreichen kunstwissenschaftlichen Veröffentlichungen, schrieb er einige Bücher über den U-Boot-Krieg. - Die Ilustrationen des obigen Bandes sind mit Helmecke (Titel) bzw. L. H. (innen), signiert.


Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlage!

Erster Weltkrieg - Ein Vignetten-Zyklus

Kriegsbücher, die mehr oder wenig verklärt die Taten von Soldaten im Ersten Weltkrieg dokumentierten gab es in grosser Anzahl. Häufig für ein jugendliches Publikum geschrieben - sollten sie mit vielfach abenteuerlichen Schilderungen - Begeisterung wecken fürs Soldatentum, für den Kampf der Deutschen gegen ihre Feinde und (unausgesprochen) für die Bereitschaft sich selbst freiwillig für den Waffendienst zu melden.

In diesem Zusammenhang ist auch die hier vorliegenden Veröffentlichung von Anton Fendrich einzuordnen. Anton Fendrich wurde 1868 in Offenburg geboren und starb 1949 in Freiburg im Breisgau. Während der Jahre des Ersten Wetkriegs schrieb er u.a. ein weiteres Bändchen mit dem Titel MIT DEM AUTO AN DER FRONT, ein KRIEGSBÜCHLEIN FÜR DIE JUGEND und mehrere Bändchen (mindestens 4), die unter dem Obertitel GEGEN FRANKREICH UND ALBION auf den Markt kamen. Zudem gab es auch Sportbücher über Wanderer, Alpinisten, Skiläufer oder Fußball aus seiner Feder.

Schutzumschlag [von Willy Planck (?)]

Anton FENDRICH
An Bord
Kriegserlebnisse bei der schwimmenden und fliegenden Wehrmacht Deutschlands

[auf Einband u. Schutzumschlag: ... bei den See- und Luftflotten]
Franck'sche Verlagshandlung | Stuttgart 31.-40. Tsd. 1916
gebunden (Pappe) mit SchU -- 140 S. ill. [v. W.Pl.]
[= Stuttgarter Kriegsbücher]


Die zwölf Kapitel des Bändchens weisen jeweils zu Beginn Vignetten des bekannten Illustrators Willy Planck [W. Pl.] (1870-1956) auf. Planck zeichnete im Lauf seiner langen graphischen Laufbahn zahllose Bilder zu einer grossen Zahl von Büchern mit oftmals abenteuerlichen Inhalten.
Die Vignetten zu AN BORD zeigen nicht nur "Hurraptriotismus", sie bieten nachdenkliche Momente, neben Heroischem, ja zum Teil finden sich fast idyllische Momente. Originalgrösse der Vignetten je ca. 2,1 x 8,1 cm. Ich nenne in den Bildunterschriften jeweils die Kapitelüberschriften Fendrichs.

Einschiffung

Von Menschen und Maschinen

Dem Feind entgegen

Bei den Luftkreuzern

Helgoland

Die Seefront in Flandern

Bei den Marinefliegern

U-Bootsfahrt

Und wieder die Schaffer
Skagerrak

Gräber und Helden

Politik auf dem Meeresgrund und über den Wassern
Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen!

Samstag, 19. Januar 2013

'Fortschrittliches' aus der UdSSR

Der VERLAG FÜR FREMDSPRACHIGE LITERATUR in Moskau veröffentlichte schon bald nach der Russischen Revolution  im Jahr 1917 erste Schriften - in deutscher Sprache - , die die neue Staatsform bejubelten bzw. die nach Meinung der damaligen Machthaber in der Sowjetunion 'fortschrittliches' Gedankengut beinhalteten und/oder die Taten sozialistischer Vorzeigemenschen dokumentierten. Darüber hinaus erschienen dort sozialistische Klassiker, aber z.B. auch Titel aus dem klassischen Literaturkanon, sofern diese den Anforderungen der Herausgeber genügten.

Nikolai Ostrowskis Die Sturmgeborenen wurde 1947 in diesem Verlag veröffentlicht und erschien später noch mehrfach in anderer Form. Auch dieser Roman genügt den eben skizzierten Anforderungen an das editorische Programm des Verlags. Die letzten Sätze des Romans belegen dies:
"'Geh zum Teufel, du Biest! Wir werden kämpfen bis zum letzten Atemzug. Es lebe die Kommune!'" (S. 224)
Über den Vertrieb der Werke kann ich nur Vermutungen äussern. Sie wurden wohl überwiegend für den Export produziert und sollten im deutschen Sprachraum für die Ideale der Sowjetunion werben, möglicherweise wurden sie aber auch in der Sowjetunion selbst vertrieben. Die DNB verzeichnet bis 1965 mehr als 600 Veröffentlichungen dieses Moskauer Verlages.


Nikolai OSTROWSKI
Die Sturmgeborenen
Roman

Verlag für fremdspachige Literatur | Moskau 1947
Pappe -- ca. 13 x 20 cm -- 224 S.

Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen! 

Freitag, 16. November 2012

Maritimes [00009]

Walter Heichen (1876-1970) gehörte zu den bekannteren Jugendschriftstellern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er 'hatte' es zumindest zeitweilig mit den sogenannten "Helden".

Dies ging schon schon während des Ersten Weltkriegs los. Laut der DNB veröffentlichte er [1916] ein Buch bei C. Siwinna über Die Helden von Tirol und am Isonzo. Während der 1920er Jahre waren die "Helden" in Deutschland nicht unbedingt besonders populär, dies änderte sich aber, nachdem Adolf Hitler und seine Paladine ab 1933 ein "Tausendjähriges Reich" proklamierten, welches glücklicherweise nur 13 Jahre später schon wieder passé war.

So erschienen [1934] dann die Helden der See, ihnen folgten [1936] die Helden der Luft, und auch die Helden der Front wurden [1937] nicht vergessen, bevor dann 1938 die Helden der Kolonien ihre Würdigung fanden. Ach so, von den Helden der Luft gab's dann 1941 noch eine Neuausgabe (?). [Alle Erscheinungsjahre laut der DNB - der mir vorliegende Band nennt kein Erscheinungsjahr.]

Walter HEICHEN
Helden der See. Heldentaten unserer Marine 1914/1918
A. Weichert Verlag | Berlin [s.a.] [1934]
Halbleinen -- 22 x 15,5 cm -- 160 S. farbig ill. von Max Wulff

Max Wulff wurde 1871 geboren und war ein vielgedruckter Illustrator von Kinder-, Jugend- und Abenteuerbüchern. Er war in vielen Sätteln zuhause veröffenlichte z.B. auch Bilder von Indianern oder idyllische Szenen für Mädchenbücher. Seine maritimen Illustrationen sind durchaus akzeptabel, wie auch obiges Titelbild belegt.

Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlage.

Dienstag, 1. März 2011

Maritimes 'Heldentum'

Zu den wenigen 'Highlights' aus der Geschichte der kaiserlichen Marine während des Ersten Weltkriegs gehörte der Kaperkrieg des kleinen Kreuzers "Emden" im Pazifik sowie im Indischen Ozean. So verwundert es kaum, dass die damaligen Marinepropagandisten schon bald diese abenteuerlichen Geschehnisse aufgriffen und sie in in populären [Jugend-]Schriften verarbeiteten. In diesen Bereich gehört das hier gezeigte Buch von Geog Lehfels.


Georg LEHFELS,
Der Herr des Meeres.
Fahrten und Abenteuer der "Emden" im Weltkrieg. Eine Erzählung für jung und alt

Velhagen & Klasing | Bielefeld 1915 (290 S., mit 6 Einschaltbildern nach Originalen von Curt Liebich)


Hinter dem Pseudonym Georg Lehfels verbirgt sich Georg Lehmann-Felskowski (Lebensdaten unbekannt) Curt Liebich (1868-1937) wurde neben seiner Arbeit als Illustrator für Bücher und Zeitschriften vor allem durch seine Schwarzwaldbilder bekannt.