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Dienstag, 7. Mai 2024

AlBu24.125

AlBu24.125 --- Berg & Heimat



Georg Altlechner und Max Reindl sind zwei Autoren, die durch ihre Berg- und Heimatromane bekannt sind.
Altlechner hiess eigentlich Hans Peter Weissfeld und veröffentlichte neben Leihbüchern viele Romanhefte sowie das eine oder andere Taschenbuch. Ob es sich bei Max Reindl um den realen Namen des Autors handelt, ist mir nicht bekannt. DER MYRTENSTOCK erschien schon 1968 als Taschenbuch bei Zauberkreis, während DAS MÜHLRAD SINGT SEIN LIED DAZU 1987 bei Moewig veröffentlicht wurde (zuvor 1976 als Romanheft).
Die Titelfotos sind deutlich klischeebehaftet, sie zeigen heile Welt in Form einer alten Mühle und sowie die Bilderbuchlandschaft beim Schloss Neuschwanstein, letztere passend garniert mit einem Mädel im Dirndl.

Bei AlBu##.### stellen wir einzelne Medien vor. Die Auswahl folgt einem Zufallsprinzip. Gerne sind Gastbeiträge möglich.

Dienstag, 16. April 2024

AlBu24.106

AlBu24.106 --- August Silberstein


August Karl Silberstein (* 1. Juli 1827 in Ofen, Kaisertum Österreich; † 7. März 1900) war ein österreichischer Schriftsteller und Revolutionär. 
 Silberstein besuchte das Gymnasium in Ofen und wurde Kontorist in Wien. Er verließ den kaufmännischen Beruf und studierte an der Universität Wien. 1848 wurde er zum Schriftführer der Zeitschrift „Aula“ gewählt. Er schloss sich der Akademischen Legion an und engagierte sich mit seinem Satiremagazin Leuchtkugeln für die Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich. Als sie scheiterte und die Zeitschrift zensiert wurde, floh er 1851 nach Deutschland. Nach seiner Rückkehr wurde er 1854 vor ein Kriegsgericht gestellt und zu fünfjähriger Festungshaft auf dem Spielberg verurteilt, jedoch nach zwei Jahren amnestiert. 
 Geprägt durch das ländliche Leben schrieb Silberstein Geschichten über das Dorfleben und veröffentlichte populäre Fabelsammlungen. Seine Gedichte beeinflussten Zeitgenossen wie Peter Rosegger; einige wurden vertont, beispielsweise „Wenn du ein herzig Liebchen hast“ von Johann Strauss (Vater) und „Germanenzug“ und „Helgoland“ von Anton Bruckner. (wikipedia)


Dorfgeschichten, Heimat- und Berg-Thematik stehen somit zentral in seinem literarischen Schaffen.

PoMeWe zeigt einige Veröffentlichungen dieses vergessenen Autors und verweist auf digitalisierte Ausgaben: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults   

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Donnerstag, 7. Dezember 2023

COSA23.340

COSA23.340--- Bauernromane ... im Leihbuch





In Zimmermanns Standardwerk zum Bauernroman fehlen sie weitgehend: die Bauernromane, die einst in Leihbuchform auf dem Markt waren, bzw. die in den bis in die 1960er Jahre florierenden kommerziellen Leihbüchereien für ein paar Groschen ausgeliehen werden konnten. 
Wir zeigen eine kleine - willkürliche - Auswahl und verweisen zudem aufs LeihbuchRegal.

Autor/Bearb. Titel
Verlag Bild
- - -
Bergen. Wolfgang: Der Bauer vom Brandner-Hof

Verlags-Nr H 206
 Inhalt: "Ernst Brandner, der Jungbauer auf dem reichen Berghof, soll bald den Hof übernehmen, doch vorher durch eine Heirat dem Hof eine tüchtige Bäuerin sichern. Er liebt jedoch von ganzem Herzen ein Mädchen, das bei seinen Eltern auf Ablehnung stößt, da sie, nach deren Meinung, dem Hof nie eine rechte Bäuerin werden kann. Ernst Brandner liebt Cornelia innig, aber er hängt auch mit allen Fasern seines Herzens an der heimatlichen Scholle, am Hofe seiner Väter. Und als ihn sein Vater vor die Entscheidung stellt: Cornelia oder Hof, wird Ernst in einen Kon» flikt gestürzt, an dem er zu zer= brechen droht. Ohne sein Wissen, entschließt sich jedoch Cornelia, nachdem sie in einem schweren in» neren Kampf ihren Stolz niederge* rungen hat, zu beweisen, daß sie Ernst Brandner nicht nur eine gute Frau, sondern dem Berghofe auch eine richtige Bäuerin sein kann. Wolfgang Bergen schildert die Hand« lung und die Menschen dieses Ro= manes wiederum mit der ihm eigenen Tiefe und Wärme, so daß auch die» ser neue Band des beliebten Autoren seinen unzähligen Freunden viel Freude bereiten wird."
Heros
ca. 1958

-
Bergen. Wolfgang: Um Hof und Ehr'

"In einer stürmischen, regnerischen Nacht bittet ein alter Trödler auf dem reichen Hammerhof um Quartier für sich und seine kleine Tochter. Doch Josef Hammer, der Bauer, weist ihn ab und schickt ihn ins Dorf weiter. Auf dem Weg dorthin kommt der Alte vom Weg ab und stürzt tödlich in einer Schlucht ab. Von Gewissensbissen gepeinigt, nimmt der Hammer die Lena zu sich auf den Hof. Mit Mißbilligung sieht er, daß sie zu einem hübschen Mädchen heranwächst, dem Martin, der Hoferbe, völlig verfällt. Er stellt den Sohn vor die Entscheidung, zwischen Lena und dem Hof zu wählen. Martin verzichtet auf das väterliche Erbe und verliert gleichzeitig Lena, denn nicht den Mann wollte sie, sondern Sicherheit und Wohlstand. Sie verläßt das Dorf. Bitter und hart wird Martin gedemütigt und kehrt erst zurück, als der Vater stirbt. Hat es sich gelohnt, dem Vater Widerstand zu leisten? Gibt es einen Weg, auch innerlich zurückzukehren? Ein packender Schicksalsroman aus der Welt der heimatlichen Berge."
Meister

Gantner, Cäcilia: Der Hof in der Au


Winkler & Co., Köln
Neuhofer. Jörg: Der letzte Hof im Rainbachtal

Verlags-Nr 1608
Wie schnell ist .man' doch mit seiner Meinung zur Hand, bevor die Sachlage geprüft ist, und wie leichtfertig wird mitunter die sogenannte Gerechtigkeit gehandhabt! Das muß auch der junge Stefan Wolf erfahren. Nicht 'genug, daß er zu Unrecht einer gemeinen Tat bezichtigt worden ist - er hat auch bis in die letzte Konsequenz die Folgen einer solchen Anschuldigung zu tragen. Voller Hoffnung kehrt er heim. Nun will er neu beginnen! Aber seine Eltern, Freunde und Arbeitskollegen wenden ihm den Rücken. Zutiefst enttäuscht, bleibt ihm nur die Möglichkeit, seine Heimat zu verlassen. Da er in der Landwirtschaft nicht unbewandert ist, findet er nach einigen bösen Erfahrungen schließlich ein Unterkommen auf einem. Bauernhof in den Bergen, für dessen Bewohner er Sympathie zu empfinden vermeint. Sollte dies eine Tätigkeit für die Dauer sein? Das wäre zu schön für Stefan, der sehr darunter leidet, daß das böse Gerücht ihn überallhin verfolgt. Merkwürdigerweise nimmt der Bauer Thomann überhaupt keinen Anstoß an Stefan Wolfs angeblich schlechtem Ruf. Wie kommt er zu seiner unüblichen Meinung? Stefan beobachtet aufmerksam die hübsche Sonja Thomann, über die ihn allerlei Schlechtes zugeflüstert warden war. Sollte es möglich sein, daß dieses schöne Mädchen sich seiner Anziehungskraft bewußt ist und sie jedem jungen Mann gegenüber auszuspielen pflegt? Muß er vor Sonja auf der Hut sein?
Bewin

-
Lenhofer, Stefan: Ihr Schicksal war der Alm Hof Zwei Schwalben
Ried. Franziska: ... und es begann auf der Alm

Verlags-Nr 295
"Die Sonne war untergegangen, und die silberne Sichel des Mondes ging zögernd über einen Bergrücken. Die Luft "was warm und erfüllt von den Düften des sonnenheißen Tages. Der Sohn des Sonnleitnens spürte die berauschende Nähe des Mädchen» Regina neben sich. An diesem herrlichen Abend beg-ann der Leidensweg zweier prächtiger Menschen. Der gute Stern, der 'bisher über dem mächtigen Sonnleitnerhof gestanden 'hatte, begann zu sinken. Werden wirklich die Ungerechtigkeit und die Habsucht einer erst sehr schönen Frau, deren Liebe nicht beachtet worden war, den Sieg erringen, oder wird es der jungen Generation möglich sein, ein* Brücke zu bauen."
Widukind
Neuhofer. Jörg: Der Hof der Weiberfeinde

Verlags-Nr 1338 "Der junige Bauernsohn Hubertus soll die reiche Kreszens Aigner heiraten, doch diese beiden jungen Leute haben ganz andere Pläne. Die hübsche Näherin Kathrin ist ein gescheites Mädel, auf sie hat es Hubertus abgesehen. Kreszens hat ihr Herz dem Holzfäller Fred geschenkt. Sie suchen alle nach einer Möglichkeit, ihr Glück zu verwirklichen. Sie bietet sich ihnen, aber auf welche Weise! Die beiden Brüder auf dem Rieglerhof leben allein und haben sich in ihre weiberfeindlichen Vorstellungen verbissen. Sie übersehen, daß sie selbst immer ungepflegter wirken und daß der Hof und das Haus immer mehr verkommen. Dabei sind sie redlich und fleißig und vernachlässigen weder Vieh noch Feld. Der Pfarrer versucht, die Brüder zu der Einsicht zu bewegen, daß eine Frau auf den Hof muß. Vergeblich! Andererseits leben auf dem Schwarmerhof zwei nicht mehr ganz so junge, aber tüchtige Schwestern ohne männliche Hilfskraft; sie sind bekannt als Männerfeindinnen. Aber sie meinen, nach dem Tode ihres Bruders auch schwerste Männerarbeit leisten zu können und wollen keinen fremden Mann auf dem Hof sehen. Man müßte sie bekehren, aber wie?
Bewin

Lenhofer. Stefan: Die sündige Magd vom Geier-Hof Zwei Schwalben
Wandt. Toni: Die Sennerin von St. Kathrein Zwei Schwalben


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Samstag, 4. November 2023

COSA23.307

COSA23.307 --- Bauernromane











Die wikipedia definiert:

Der Bauernroman oder die Bauernerzählung ist eine Form der Epik, die durch die literarische Darstellung bäuerlichen Lebens charakterisiert ist.
Im deutschsprachigen Raum werden Bauernromane und -erzählungen seit 1840 meist als „Dorfgeschichten“ bezeichnet, wobei jedoch strittig und fraglich ist, ob diese gegenüber der internationalen Bauernprosa tatsächlich ein selbstständiges literarisches Genre bilden.
Viele deutschsprachige Bauernromane tragen Merkmale von Heimatromanen, einen Genre, das sich im deutschen Sprachraum im späten 19. Jahrhundert aus der Dorfgeschichte entwickelt hat und dessen Besonderheit darin besteht, dass das Ländliche idealisiert und als ursprüngliche Idylle beschrieben und explizit vom (negativ bewerteten) modernen Städtischen abgegrenzt wird.

Diese Begriffserklärung wirft also - etwas salopp ausgedrückt - Bauernroman, Dorfgeschichte und Heimatroman in einen großen Topf, in den eigentlich auch bestimmte Spielarten des Bergromans gehören. Das Ganz ergibt einen oftmals durchaus schmackhaften Eintopf der aber je nach Verfasser der Texte und seinen schriftstellerischen Möglichkeiten ganze individuelle Würzungen enthält. So werden Bauernromane zum Teil mit literarischen Preisen bedacht und von Kritikern hochgelobt, zum anderen Teil als bloße Unterhaltungskost abqualifiziert. Die im Folgenden gezeigten Beispiele reichen von Texten von Hermann Löns oder Ludwig Thoma oder moderneren Arbeiten bis zu Romanheften aus dem Österreich der 1950er Jahre.
Das inhaltliche Spektrum solcher Texte zeigt der Rückentext eines Buchs von Senta Dinglreiter . 

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Dienstag, 20. Juni 2023

COSA23.170

COSA23.170 --- Fundgrube für Fans von Heimat- und Bergromanen



2018 hat Ulrich Hohoff eine für jeden Sammler älterer Heimat- oder Bergromane unverzichtbare Bibliographie vorgelegt, die hier wärmstens empfohlen sei: 
  • Ulrich HOHOFF - Voralpenland und bayerische Alpen in Erzählungen und Romanen. Bibliographie der Jahre 1850-1920
    Regensburg: Verlag Friedrich Pustet 2018 (376 S. mit verschiedenen Registern)
    [= Editio Bavarica VI]  ISBN: 978-3-7917-3017-2
Hohoff beschränkt sich klugerweise auf selbstständige Veröffentlichungen und nennt teilweise auch spätere Neuausgaben verzichtet aber - was sehr schade ist - auf Abbildungen. Aufgrund des bearbeiteten Zeitraums fehlen logischerweise spätere neue Texte des Genres. wie z.B. die Leihbücher der 1950er und 1960er Jahre.

"Das Voralpenland und die bayerischen Alpen wurden nach 1850 für Touristen immer besser zugänglich. Parallel dazu entwickelte sich ein breiter Strom von Erzählungen, Romanen und Reisebeschreibungen über die Dörfer, Seen, Berge und Täler der Alpen. Die Bibliographie erschließt einen zentralen Abschnitt der bayerischen Literatur. Sie versammelt erstmals rund 2200 Titel der Jahre 1850–1920 aus dem In- und Ausland und verdeutlicht somit den großen Umfang und die Vielfalt der literarischen Bearbeitung dieser Themen. Darunter finden sich Autoren wie Ludwig Steub, Heinrich Noë, Maximilian Schmidt, Arthur Achleitner, Ludwig Thoma und Ludwig Ganghofer, den die Alpenromane zum erfolgreichsten Autor seiner Zeit machten. Die beliebtesten Themen waren König Ludwig II. und die Oberammergauer Passionsspiele. Neben diesen bayerischen Autoren, haben viele weitere Schriftsteller aus Deutschland von den Alpen erzählt, darunter Otto Julius Bierbaum, Karl Gutzkow, Wilhelm Jensen, Karl May, Tony Schumacher und Theodor Storm. Zahlreiche Autoren des Auslands publizierten über ihren Aufenthalt in Oberammergau. Auch sie finden Eingang in die Bibliographie." (Werbetext)


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Mittwoch, 26. April 2023

COSA23.115

COSA23.115 --- Veilchen Roman














Der VEILCHEN ROMAN erschien in den 1960er Jahren bei Intergrossa in Speyer. Es handelt sich um Liebes- und Heimatromane (teils Bergromane). Der damalige Verkaufspreis lag bei 80 Pfennig. Umfang und Format entsprachen dem normaler Romanhefte.
Erschienen sind die Hefte 1 bis mindestens 167 {hkn}. Teilweise wurden Titelillustrationen mehrfach verwendet (z.B. Nr. 6 und 157). Intergrossa hatte sich auf den Vertrieb von Remittenden und Restauflagen spezialisiert (s.u.)

Bei Mero-Druck (Kelter) gab es eine weitere (frühere) Reihe mit dem Titel VEILCHEN-ROMAN, deren Romantitel beziehungsweise Nummerierung lt. stichprobenartiger Überprüfung nicht mit denen der Intergrossa-Serie übereinstimmen. Diese Reihe entsprach vom Layout des Umschlags der Intergrossa-Reihe hatte aber keine Preisaufdrucke.

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