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Freitag, 10. Juli 2020

10. Juli - Frederick Marryat

GEDENKTAGE - 10. Juli


Frederick Marryat (* 10. Juli 1792 in London; † 2. August 1848 in Langham, Norfolk) war ein englischer Marineoffizier und Schriftsteller.
Gegen Ende seiner Karriere bei der britischen Navy veröffentlichte er den zuvor noch auf See verfaßten autobiografischen Roman The Naval Officer (1829). In der Folge entstanden in den nächsten Jahren weitere Bücher, von denen Peter Simple (1834) und Mr Midshipman Easy (1836) seine bekanntesten wurden. Von 1832 bis 1835 leitete er außerdem die Zeitschrift Metropolitan Magazine, in dem mehrere seiner Romane im Vorabdruck erschienen. 1836 lebte er für ein Jahr in Brüssel und reiste danach nach Kanada und in die USA. Seine Eindrücke von Land und Leuten schildert er in seinem Diary in America (1839).
Seinen zahlreichen Seeromanen, die mehrfach ins Deutsche übersetzt wurden, wurde zwar eine „treue Auffassung des Lebens“ und eine „gewandte Darstellung“ attestiert, andererseits aber auch Marryats rasche Produktionsweise kritisiert. Das zusätzlich in ihnen enthaltene humoristische Element erinnert an Tobias Smollett. Als das deutsche zeitgenössische Gegenstück zu Marryat wird oft Heinrich Smidt angesehen.
In den 1840er Jahren orientierte Marryat sich zunehmend am literarischen Markt, wandte sich an ein jugendliches Publikum und verfasste u. a. vier Robinsonaden, von denen Masterman Ready, or the Wreck of the Pacific (dt. Übersetzung: Sigismund Rüstig), 1841, im deutschen Sprachraum zur beliebtesten wurde. Settlers in Canada wiederum weist Einflüsse von James Fenimore Cooper auf. Der letzte Roman The Little Savage, eine Robinsonade um einen Jungen und einen schurkischen Seemann, wurde von seinem Sohn Frank S. Marryat zu Ende geführt.
Zu Marryats Bewunderern zählen Schriftsteller wie Joseph Conrad und Ernest Hemingway. Auch Robert Louis Stevenson, Cecil Scott Forester und Patrick O’Brian profitierten in ihrer literarischen Produktion von ihm. {wikipedia, modifiziert}
Die Abbildungen zeigen bewußt nur neuere deutschsprachige Ausgaben.








Montag, 25. März 2013

Welten und Zeiten - Abenteuerromane aus den 1920er Jahren


Eine Bibliothek alter und neuer historischer Abenteuerromane


Unter diesem Reihentitel wurde 1924 von der Allgemeinen Verlagsanstalt in München eine kleine Reihe mit nur drei Abenteuerromanen veröffentlicht.

Die Verlagswerbung preist die Reihe an:

„Die schönsten und interessantesten Abenteuerromane aller Zeiten und Völker ziehen in phantastischen Bildern vorüber. Werke, die verschollen sind, einst aber ihre Zeit mit Begeisterung erfüllten, werden für das heutige Publikum bearbeitet und gekürzt. Neue, noch nie veröffentlichte Romane aus allen Welten und und Zeiten gesellen sich dazu. Atemberaubende Erlebnisse, stets künstlerisch gestaltet von der Hand erster Autoren.“ (Nachsatz zu Band II der Reihe)





Bei den Titeln handelte es sich zumeist um ältere – schon zuvor bei anderen Verlagen in deutscher Sprache veröffentlichte Titel, die nun in Neubearbeitungen vorgelegt wurden. Aus dem russischen Sprachraum stammte Tolstois Marsroman, dem sich ein Indianerroman von J. F. Cooper anschloss. Als dritter Band erschien schließlich eine Seegeschichte von Frederick Marryat.



Bibliographie


Band I:            Graf Alexei Tolstoi
Aelita
Ein Marsroman
AELITA (1923), dt. von Alexander Eliasberg
Allgemeine Verlagsanstalt, München 1924
kl. 8. – 255 S. – drei Einbandvarianten
(Verlagswerbung: „Dieser Zukunftsroman, der vielleicht in kürzester Zeit schon Wirklichkeit werden kann, verbindet kühnste Phantastik mit dramatischem Geschehen und bringt das Werden der Jahrtausende auf dem Mars in Verbindung mit den alten Sagen und Mythen des verschwundenen Wunderlandes Atlantis. Ein unerhört reiches und spannendes Buch.“)



Band II:           J. F. Cooper
Conanchet
oder Die Beweinte von Wish-ton-Wish: Ein Indianerroman
THE WEPT OF WISH-TON-WISH (1829), neu bearbeitet von Eduard Noether
Allgemeine Verlagsanstalt, München 1924
kl. 8. – 304 S. – drei Einbandvarianten
(Verlagswerbung: „Ein Lebensbild aus dem Kampf der weißen und roten Rasse. Ein zu Unrecht vergeßner Roman dieses größten amerikanischen Abenteuerschilderers. Das harte Leben der ersten Ansiedler auf amerikanischem Boden, ihre erbitterten Kämpfe mit den früheren Besitzern des Landes, unter denen große und kühne Menschen hervorragen, das Leben und Weben des Urwaldes zieht in packenden Bildern an dem Leser vorüber.“)

Band II (Eine ausführlichere Vorstellung dieses Buches und zahlreicher anderer Indianerbücher auf meiner website www.wildwester.de   im Abschnitt WESTERNREGAL)



Band III:          Frederick MarryatEin Kaperschiffer
Ein Seeroman
THE PRIVATEER'S MAN ONE HUNDRED YEARS AGO (1846)
Allgemeine Verlagsanstalt, München 1924
kl. 8. – 34& S. – drei Einbandvarianten
(Verlagswerbung:
„Unerhört spannende Erlebnisse eines jungen englischen Seemanns aus dem 18. Jahrhundert, der sich durch die grausigsten Gefahren und Abenteuer durchkämpft. In aller Erdteile, auf alle Meere führt das Buch, das wohl als Urbilder aller Abenteuerromane angesprochen werden darf, und das mit seiner aufregenden Handlung, die jeden Film an Lebendigkeit und Abwechslung übertrifft, den Leser in atemloser Spannung hält.“)

Samstag, 9. Februar 2013

Maritimes [00015] -- Englische Marine - eingedeutscht

Frederick Marryat (1792-1848), einer der grossen Klassiker des englischen Seeromans, war auch in  Deutschland ein sehr beliebter Autor. Davon künden zahlreiche Übersetzungen und Bearbeitungen oder auch eine kenntnissreiche Porträtskizze die der schriftstellernede deutsche Admiral Reinhold (von) Werner einst in einer auflagestarken Familienzeitschrift des 19. Jahrhunderts veröffentlichte.

Die hier präsentierte Ausgabe wurde von Georg Paysen Petersen (1852-1928) "für die deutsche Jugend bearbeitet", wobei sich der Bearbeiter nicht scheute, selbst den Namen des  Protagonisten in "Kapitän Kiene" zu verballhornen. Petersen war als Autor, Übersetzer und Bearbeiter  erfolgreich seine "Beowulf"-Übertragung erschien noch 2001 in einer Neuausgabe. - Die farbigen Tonbilder des Buches stammen von dem um 1900 durchaus populären Illustrator H[ermann] Grobet (Lebensdaten unbekannt).

Frederick MARRYAT (bearb. von Georg Paysen Petersen)
Kapitän Kiene
Loewes Verlag Ferdinand Carl | Stuttgart [1910]Leinen mit farbig geprägtem Deckelbild --
ca. 15,5 x 20,8 cm -- 149 S. mit 12 Tondruckbildern [von H. Grobet]



KAPITÄN KIENE war eines der vielen 'schönen' gut ausgestatteten Jugendbücher aus den Jahren vor 1914, die aufgrund ihrer gediegenen Aufmachung und ihres attraktiven Aussehens auch heute oft noch die Sammlerherzen höher schlagen lassen. - Einst waren sie dank der damals nocht gerade niedrigen Buchpreise allerdings nur für finanziell bessergestellte Kunden erschwinglich.

Das Leben an Bord eines englischen Kriegsschiffes aus der Sicht eines deutschen Illustrators:




 


 


Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen!

Sonntag, 2. Mai 2010

MARRYAT [, Frederick] - Der fliegende Holländer

[Frederick] MARRYAT, Der fliegende Holländer
Aus dem Englischen
Karl Prochaska | Leipzig - Wien - Teschen [o.J.] (199 S.)
[= Sammlung Prochaska. Klassische Erzählungen der Weltliteratur, Band 14]


Captain Frederick Marryat (1792-1848) war der wichtigste Vertreter des englischen Seeromans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seine vielfach übersetzten Texte fanden auch in Deutschland zahlreiche Leser. - Hier eine deutsche Ausgabe von The Phantom Ship (1839) aus der Zeit um 1900, bemerkenswert ist der 'tolle' Jugendstileinband von Karl Prochaska, das gleichfalls von Prochaska gestaltete Vorsatzpapier mit einer Übersicht der Serie.