Samstag, 21. August 2021

21. August - Robert L. Fish

GEDENKTAGE - 21. August

Robert L. Fish
(* 21. August 1912 in Cleveland, Ohio; † 23. Februar 1981 in Trumbull, Connecticut) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er ist vor allem als Autor von Kriminalromanen international bekannt geworden. Einige seiner Romane und Kurzgeschichten erschienen unter dem Pseudonym Robert L. Pike.
Robert Lloyd Fish studierte Maschinenbau und arbeitete als Bauingenieur. 1953 zog er mit seiner Frau und den beiden Töchtern zu Montagearbeiten nach Brasilien. Er blieb neun Jahre in Südamerika und begann damals mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, die vom Ellery-Queen-Kriminalmagazin veröffentlicht wurden.
Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten 1962 beschloss er, sich ganz auf seine schriftstellerischen Tätigkeiten zu konzentrieren. Bereits sein erster Roman, 'The Fugitive', wurde 1963 als bester Erstlingsroman mit dem renommierten Edgar Allan Poe Award ausgezeichnet. Für seine Kurzgeschichte 'Moonlight Gardener' ehrten ihn die Mystery Writers of America (MWA) 1972 erneut mit dem Edgar Award in der Kategorie Beste Kurzgeschichte.
Sein unter dem Pseudonym Robert L. Pike veröffentlichter Roman 'Mute Witness' wurde mit Steve McQueen als Hauptdarsteller unter dem Titel 'Bullitt' verfilmt. Aus dem 1978 erschienenen 'Pursuit' entstand die vierteilige Fernsehserie 'Twisted Fate'. Im Laufe seiner Karriere publizierte Fish mehr als 40 Romane und viele Kurzgeschichten. Die meisten seiner Werke wurden ins Deutsche übersetzt. Viele seiner Storys spielen in Brasilien. 1977 verfasste er eine Biografie über Pelé. Seine in Jiddisch geschriebenen Sherlock-Holmes-Parodien stießen bei der Leserschaft auf ein geteiltes Echo.
Fish, der jüdischen Glaubens war, befasste sich in mehreren seiner Bücher mit dem Schicksal von nach dem Zweiten Weltkrieg untergetauchten Nationalsozialisten. So beschreibt er etwa in 'Pursuit' den Aufstieg eines ehemaligen SS-Mannes, den eine bizarre Laune des Schicksals ausgerechnet nach Israel verschlagen hat, zu einem ranghohen General.
Nach seinem Tod im Februar 1981 wurde ein jährlich verliehener Preis für die beste Kriminalkurzgeschichte eines US-amerikanischen Autors nach ihm benannt, der Robert L. Fish Memorial Award. {wikipedia, modifiziert}




Freitag, 20. August 2021

20. August - Jim Reeves

GEDENKTAGE - 20. August

James Travis „Jim“ Reeves (* 20. August 1923 in Galloway, Texas; † 31. Juli 1964 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Countrysänger.
Reeves begann bereits mit fünf Jahren Gitarre zu spielen. Sein Idol war Jimmie Rodgers. Neben seiner musikalischen Begabung war er auch als Sportler erfolgreich und strebte zunächst eine Karriere als professioneller Baseball-Spieler an. Eine Knöchelverletzung bedeutete aber das Ende seiner sportlichen Ambitionen.
Er versuchte sich in verschiedenen Jobs und trat nebenher als Sänger auf. Schließlich arbeitete er als Diskjockey für verschiedene Radiosender. 1952 wurde er Ansager der populären Show Louisiana Hayride. Hier ergaben sich Gelegenheiten für eigene Auftritte. So sprang er eines Tages für Hank Williams ein, der kurzfristig abgesagt hatte, und wurde an diesem Abend von Fabor Robinson, dem Besitzer des kleinen Labels Abbott Records, entdeckt.
Bereits seine zweite Single für „Abbott“, 'Mexican Joe', erreichte 1953 Platz eins der Country-Charts und notierte in den US-Single-Charts immerhin auf Platz 23. Im gleichen Jahr konnte sich seine fünfte Single 'Bimbo' an der Spitze der Country Charts platzieren. Es folgten weitere Top-Ten-Hits, und 1954 veröffentlichte Abbott die LP Jim Reeves Sings. Jim Reeves war so erfolgreich, dass RCA ihn 1955 aus dem laufenden Vertrag herauskaufte. Im gleichen Jahr trat er der Grand Ole Opry bei. Seine erste RCA-Single 'Yonder Comes A Sucker' schaffte es bis Platz vier. Sie stellte den Beginn einer langen Serie von Hits dar, die bis über seinen Tod hinaus anhalten sollte.
1957 wurde 'Four Walls' veröffentlicht. Mit der Platte gelang ihm erstmals auch der Sprung in die oberen Ränge der Billboard Top 100 auf Platz 11. Der Erfolg dieser Ballade führte zu einem Stilwechsel. Hatte Reeves bisher überwiegend klassische Countrysongs eingespielt, so wurden ab diesem Zeitpunkt sanftere und romantischere Töne angeschlagen. Seine folgenden Platten wurden im Nashville Sound produziert, wobei traditionelle Country-Instrumente wie Fiddle, Banjo und Steel-Gitarre durch Piano, Streichorchester und Backgroundchöre ersetzt wurden. Alle Platten wurden in den RCA-Studios in Nashville aufgenommen und fast alle von Chet Atkins produziert. Mit diesem Country-Pop konnte ein sehr viel größeres Publikum erreicht werden. 1959 wurde sein größter Hit veröffentlicht: 'He'll Have to Go'. Dieser Song verblieb vierzehn Wochen auf Platz eins der Country Charts und erreichte einen zweiten Platz in den US-Single-Charts. Dieser Song bedeutete für Reeves den internationalen Durchbruch: Zwar erreichte der Titel in Großbritannien nur Platz 11, wurde jedoch ein Nummer-eins-Hit in Kanada, Norwegen und Australien. Es folgten Tourneen nach Europa und Südafrika.
Seine Erfolgssträhne in den Country Charts hielt an: 1962 Platz zwei mit 'Adios Amigo', ebenso 1964 mit 'Welcome to My World' und 1964 Platz eins mit 'I Guess I’m Crazy'. Die Single erschien kurz nach seinem Tod. 1964 war er auf einer Tournee mit Chet Atkins, Bobby Bare und den Anita Kerr Singers auch noch einmal nach Deutschland gekommen. Dabei entstand in Hamburg und Berlin die Live-LP 'Nashville Stars On Tour', und RCA plante sogar deutsche Aufnahmen mit Jim Reeves.
Unmittelbar nach seinem Tod setzte ein regelrechter „Jim Reeves Boom“ ein und brachte spektakuläre Erfolge in den Country Charts: Das im Juni 1964 veröffentlichte 'I Guess I’m Crazy' erreichte Platz 1, im gleichen Jahr folgte noch 'I Won’t Forget You' auf Platz 3; 1965 belegten 'This Is It' und 'Is It Really Over' den Spitzenplatz, 'Snow Flake' kam auf Platz 2; 1966 landeten 'Distant Drums', 'Blue Side Of Lonesome' und 'I Won’t Come In While He’s There' auf Platz 1, 'Am I Losing You' auf Platz 8. Nachdem das Interesse an Platten von Reeves in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre nachließ, kam die Plattenfirma RCA auf die Idee, weibliche Stimmen in die Aufnahmen hinein zu mischen. 1979 und 1980 wurden drei Singles veröffentlicht, auf denen die Stimme von Deborah Allen hinzugefügt wurde, alle drei Singles erreichten Plätze unter den ersten zehn. Der 1981 erschienene Song 'Have You Ever Been Lonely' war ein zusammengemischtes Duett mit Patsy Cline und erreichte Platz 5.
In Großbritannien war Reeves auf dem Pop-Sektor sehr viel erfolgreicher als in den USA: 13 Singles erreichten zwischen 1960 und 1969 Platzierungen in den Top 20. An die Spitze der Single Hitparade konnte er sich in folgenden Ländern setzen: Kanada, Norwegen, Irland, Großbritannien, einen zweiten Platz erreichte er in den USA und Südafrika. Ungewöhnlich hoch war seine Popularität in Norwegen, wo er mit drei Songs Spitzenreiter der Single-Charts wurde, fünf Mal einen zweiten Platz belegte und zwischen 1960 und 1967 mit insgesamt 15 Titeln in den Top 10 vertreten war. In Deutschland hatte Jim Reeves zu seinen Lebzeiten keine Erfolge, erst mit der nach seinem Tode erschienenen Single 'Distant Drums' schaffte Reeves ein einziges Mal den Sprung in die deutschen Charts.
Als Beispiel dafür, dass RCA bemüht war, Jim Reeves international auf verschiedenen Plattenmärkten zu etablieren, sei Südafrika erwähnt: 1962 erschien das Album In Suid Africa (RCA 31630), auf dem Titel von Reeves, Chet Atkins und Floyd Cramer zu hören sind. Ein Solo-Album von Reeves Jy Is My Liefling (RCA 31671) erschien 1963. Auf beiden Alben sind alle Lieder auf Afrikaans.
1964 spielte Jim Reeves die Hauptrolle in dem Film 'Kimberley Jim', die Geschichte eines Mannes aus den Südstaaten, der bei dem Diamantenrausch um 1900 in Südafrika reich werden will. Emil Nofal produzierte den Film, führte Regie und schrieb das Drehbuch, ein nach Südafrika verlegter Western. Neben Reeves spielten Madeleine Usher und Clive Parnell weitere Hauptrollen, Arrangeur und musikalischer Direktor dieses Musikfilms war Bill Walker.
Am 31. Juli 1964 kam Jim Reeves zusammen mit Dean Manuel, seinem Pianisten und Manager, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Ihr Kleinflugzeug zerschellte während eines Unwetters beim Landeanflug auf Nashville. {wikipedia, modifiziert}





Donnerstag, 19. August 2021

19. August - Hugo Gernsback

GEDENKTAGE - 19. August

Hugo Gernsback
, geboren als Hugo Gernsbacher (* 16. August 1884 in Luxemburg; † 19. August 1967 in New York City) war ein luxemburgisch/US-amerikanischer Verleger und Science-Fiction-Autor.
Gernsback (ursprünglich Gernsbacher) wurde im Stadtteil Bonneweg der luxemburgischen Hauptstadt Luxemburg geboren. Seine technische Ausbildung machte er an der Technischen Hochschule Bingen, damals noch Technikum für Maschinenbau und Elektrotechnik. 1904 wanderte er in die USA ein.
1925 gründete Gernsback den Rundfunksender WRNY und war an der Ausstrahlung der Fernsehsendungen beteiligt. Gernsback gab 1926 die Zeitschrift 'Amazing Stories' heraus und hat damit das moderne Genre der Science-Fiction-Literatur begründet. Deren wichtigster Illustrator wurde der gebürtige Wiener Frank R. Paul. Gernsback spielte auch bei der Begründung des Science Fiction Fandom eine Schlüsselrolle, indem er in seinen Zeitschriften die Adressen von Leserbriefschreibern veröffentlichte.
Der Science-Fiction-Achievement-Preis, der jedes Jahr aufgrund der Abstimmung von Mitgliedern der World Science Fiction Society verliehen wird, wurde nach Gernsback Hugo benannt. 1970 wurde ein Mondkrater nach ihm benannt. Gernsback wurde 1996 in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame aufgenommen.
Gernsback schrieb auch selbst Science Fiction, einschließlich des Romans 'Ralph 124C 41+', den er erstmals von April 1911 bis März 1912 in seinem Magazin 'Modern Electrics' veröffentlichte. Der Titel des Romans lautet, auf Englisch gesprochen, „Ralph one two four c four one“, was man auch verstehen kann als „Ralph, one to foresee for one“. Das bedeutet auf deutsch: „Ralph, einer der für uns in die Zukunft schaut“. Sein Werk wird allgemein aufgrund der Vielfalt seiner Ideen als lesenswert angesehen, weniger wegen seiner literarischen oder erzählerischen Qualität.
Hugo Gernsback war auch ein Erfinder und erwarb bis zu seinem Tode 80 Patente. {wikipedia, modifiziert)



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Mittwoch, 18. August 2021

18. August - Eric Rücker Eddison

GEDENKTAGE - 18. August

Quelle: Clarendonhousebooks.com
Eric Rücker Eddison
(* 24. November 1882 in Adel, Yorkshire, heute ein Vorort von Leeds; † 18. August 1945) war ein britischer Schriftsteller.
Eddison besuchte die Privatschule von Eton und studierte am Trinity College von Cambridge. Er trat 1906 als Beamter in das britische Handelsministerium ein. 1938 reichte er seine Kündigung ein, um sich ganz auf seine schriftstellerische Arbeit zu konzentrieren.
1922 veröffentlichte Eddison 'The Worm Ouroboros'. Dieses Werk galt seiner barocken Sprache wegen lange als unübersetzbar und wurde erst 1981 ins Deutsche übertragen ('Der Wurm Ouroboros'). 1926 folgte der teilweise historische Wikingerroman 'Styrbiorn The Strong', der sogar erst 1996 als 'Styrbjörn der Starke' zum ersten Mal auf deutsch erschien. 1935 kehrte Eddison mit seinem Roman 'Mistress of Mistresses' (deutsch: 'Die Herrin Zimiamvias') wieder in die Welt des Wurms zurück. Der Roman wurde 1941 mit 'A Fish Dinner in Memison' ('Ein Fischessen in Memison') fortgesetzt. Als Eddison 1945 überraschend starb, war der dritte Band der Zimiamvischen Trilogie noch nicht vollendet. Seine Frau stellte aus dem Nachlass eine Version zusammen, die 1958 als 'The Mezentian Gate' (deutsch: 'Das Tor des Mezentius') erschien. Die ersten Übersetzungen seiner Werke ins Deutsche waren kaum erfolgreich. Erst die Neuauflage des Wurms in einer Übersetzung von Helmut W. Pesch zeigte, dass Eddison mit seiner kraftvollen und intensiven Sprache auch heute noch seine Leser in Bann schlagen kann. 'Der Wurm Ouroboros' gilt heute als Klassiker der Fantasy und Vorreiter von J. R. R. Tolkiens 'Der Herr der Ringe'. {wikipedia, modifiziert}




Dienstag, 17. August 2021

17. August - Robert Feldhoff

GEDENKTAGE - 17. August

Robert Feldhoff (* 16. Juli 1962 in Schorndorf; † 17. August 2009 in Oldenburg) war ein deutscher Science-Fiction-Autor.
Feldhoff lebte ab 1964 in Oldenburg. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und wurde bekannt als Autor der Science-Fiction-Serie Perry Rhodan, für die er 1987 sein erstes Taschenbuch veröffentlichte (und sein Studium danach abbrach). Als Exposé-Autor entwickelte er von 1993 bis 1999 an der Seite von Ernst Vlcek, ab 1999 bis 2009 federführend den groben Handlungsstrang der Serie, der die Geschichten des Autorenteams mit einem roten Faden versieht. 1998 wurde sein Roman 'Grüße vom Sternenbiest' vom Science Fiction Club Deutschland e. V. mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet. Zudem schuf er in Kooperation mit dem Zeichner Dirk Schulz die Comic-Serien 'Indigo' und 'Chiq & Chloe'.
Im Jahr 2009 zeichnete sich eine schwere Krebserkrankung ab, so dass er die Exposéerstellung der Perry-Rhodan-Serie mit Band 2504 an Uwe Anton abgeben musste. Am 17. August 2009 erlag er im Alter von 47 Jahren seiner Krankheit. {wikipedia, modifiziert}




Montag, 16. August 2021

16. August - Hal Foster

GEDENKTAGE - 16. August

Harold Rudolf Foster, genannt Hal Foster (* 16. August 1892 in Halifax, Nova Scotia, Kanada; † 25. Juli 1982 in Spring Hill, Florida), war einer der berühmtesten Comic-Autoren und -Zeichner in den Vereinigten Staaten. Er erfand die Figur des 'Prinz Eisenherz' ('Prince Valiant').
Nach einem Studium an der Chicago Academy of Fine Arts arbeitete er als Illustrator. Seine ersten Comics zeichnete er 1928 für die Serie 'Tarzan', eine Comic-Serie nach den Büchern von Edgar Rice Burroughs. Er führte einen neuen, exakten und detailreichen Zeichenstil ein und prägte die Entwicklung der Comics in den USA wesentlich. 1937 zeichnete er die ersten Seiten von 'Prinz Eisenherz'. Als er die Zeichenarbeit an der Serie 1971 im Alter von 78 Jahren an John Cullen Murphy übergab (bis 1979 erstellte er noch Vorschlagsskizzen und schrieb die Story), hatte er 1.788 Seiten 'Prinz Eisenherz' gezeichnet. {wikipedia, modifiziert}