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Dienstag, 4. August 2026

REZENSION: ZILLIG : Gespräche mit Jörg Weigand (Roth)

Jörg Weigand - Leben und Gedanken 
Rezension



au:       
Werner Zillig
ti:         Gespräche mit Jörg Weigand 

bibdat: Bad Krozingen : YUME Verlag 2026 (217 S., ill.. - 21,5 cm) - ISBN : 978-3-911300-18-6, eISBN 978-3-911300-19-3

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Eigentlich muss über Werner Zillig oder über Jörg Weigand nichts gesagt werden. Beide sind in der literarische Szene wohl bekannt und auch gut vernetzt. Aber vielleicht gibt es doch noch vieles zu berichten. Sie kennen sich seit Jahren und so verwundert es nicht, dass uns Werner Zillig den Menschen Jörg Weigand in den hier in Printform wiedergegebenen E-Mail-Gesprächen eingehend porträtiert.

Das Besondere sind die von einem tiefen Verständnis für den Gesprächspartner zeugenden - manchmal intime - Fragen Zilligs, die Jörg Weigand umfangreiche und teils unerwartete Antworten entlocken. Der Leser erfährt so viel über Weigands Leben, seine Kindheit, seine Jugendjahre, das schwierige Verhältnis zum Vater, Persönliches, Weigands journalistische Tätigkeiten fürs ZDF, seine extensive Beschäftigung mit der unterhaltenden Literatur (insbesondere der Science Fiction), seine Interessen im Bereich der Musik oder seine Einstellungen zum Leben. Zu entdecken gibt es Hintergründe zu Weigands fiktionalen Texten im Bereich der phantastischen Literatur und vor allem auch zu seinen grundlegenden Studien in Form der wissenschaftlichen Arbeiten über unterhaltende Literatur (Weigand veröffentlichte u.a. das deutsche Standardwerk über Pseudonyme oder das erste umfangreiche Werk über Leihbücher). - Eine Bibliografie der Veröffentlichungen Weigands und ein durchaus nützliches Register runden das Buch ab.

Alles ist durchaus spannend und zugleich sehr unterhaltsam. Die gewählte Form des Frage-Antwort-Spiels (wobei einzelne Fragen und deren Antworten sich teils über mehrere Druckseiten erstrecken können) macht Zilligs Buch zu einem Lesevergnügen. Ich habe so manches über Jörg Weigand erfahren, was mir bislang nicht bekannt war.
Karl Jürgen Roth


Im PoMeWe MAGAZIN stellen wir einzelne Medien oder Autoren in Form von bibliografischen Notizen, Miszellen oder kürzeren Essays vor. Gerne sind Gastbeiträge möglich. 🔝