Dienstag, 30. April 2013

Eine Seegeschichte ... von Sklavenhändlern

Ein optisch attraktives Jugendbuch aus Kaisers Zeiten! - Über den Verfasser war nichts in Erfahrung zu bringen. Es gab mehrere Ausgaben des Buches, teils auch mit Farbdruckbildern, wie z.B. bei ablit gezeigt.


J. Rothenberg (Bearb.) 
An Bord des Sklavenhändlers
Eine Seegeschichte für die reifere Jugend. 
Bearbeitet von Dr. J. Rothenberg. (Verfasser von: Prinz Heinrichs Reisen um die Welt.) 

Norddeutsches Verlags-Institut | Berlin [1893]
farb. geprägtes Ln.. -- ca. 16 x 23 cm --  190 S., ill. 



Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Unbekanntere Märchen aus dem 19. Jahrhundert

Der Dichter und Maler Robert Reinick lebte vom 1805 bis 1852. Zunächst widmete er sich eher der Malerei später tra in seinem Wirken die Dichtung stärker in den Vordergrund.

Das vorliegende hübsche fast quadratische Kinderbuch erschien - für ein Lesealter von 8-12 bestimmt - ohne Jahresangabe in der Buchreihe LOEWES ROTE JUGENDSERIE; illustriert wurde der Band von dem allgegenwärtigen Willy Planck.


Robert Reinick -- Märchen Lieder und Geschichten 
Gesammelt für die Jugend von Karsten Brandt. Mit 3 Bunt- und 30 Textbildern von Willy Planck

Loewes Verlag Ferdinand Carl | Stuttgart s.a.
Hln. m. farb. montiertem Deckelbild -- ca. 13,5 x 15,5 cm -- 96 S. ill.
[= Loewes rote Jugendserie (interne Nummer 1009)]





 Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Manch einer in Deutschland träumt von grossen Reisen ... (S. 13)

Kurt Faber lebte von 1883 bis 1929. In den 1920er Jahren unternahm er umfangreiche Reisen, über die er in etlichen Büchern berichtete. Der "Weltwanderer" - wie ihn die zeitgenössische Werbung auch nannte - gehörte in den 1920er und 1930er Jahren, wohl nicht zuletzt auch aufgrund der editorischen Bemühungen seines Bruders - zu den bekannteren Reiseschriftstellern, die ihre teils exotischen Reiseabenteuer geschickt vermarkten konnten.
So verwundert es kaum, dass das vorliegende (erstmals 1927 veröffentlichte) Buch nach Indien einem Sehnsuchtsziel zahlreicher Europamüder führt.



Kurt FABER -- Mit dem Rucksack nach Indien
Rainer Wunderlich Verlag | Tübingen [s.a.]
Leinen -- ca. 13,5 x 21 cm -- 249 S., mit einer Karte u. 16 Abb. (Zeichnungen)



 Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Dienstag, 16. April 2013

Historisches aus Belgien - Flämische Variante

Frontispiz der Ausgabe von 1916

"... es sind ja deutsche Kämpfe, deutsche Helden von denen seine Werke handeln" (S. 406) Dies weiss der Autor des Nachworts in der Borngräber-Ausgabe von 1916 über Hendrik Conscience (1812-1883) zu künden. - Passend, wenn man an die damalige Zeit denkt. Der erste Weltkrieg tobte, die Deutschen kämpften gegen die Franzosen, genau wie Jahrhunderte früher die flämischen Helden von Conscience ...

Mit dem usprünglich 1838 veröffentlichten historischen Roman De leeuw van Vlaenderen (dt. Der Löwe von Flandern) wurde Conscience zu einem der ersten wichtigen Vertreter einer flämischen Literatur. Der bemerkenswerte historische Roman wurd bald übersetzt und fand auch im Ausland Beachtung und Würdigung.

Hendrik Conscience
Der Löwe von Flandern
ein historischer Roman aus Alt-Belgien
[bearb. v. Kurt L. Walter van der Bleek]

Wilhelm Borngräber Verlag | Berlin 1916
Hln. mit farb. geprägten Deckel. -- ca. 14,5 x 19,7 cm -- 407 S.



PoMeWe zeigt drei deutsche Ausgaben. Eine durchaus repräsentative Ausgabe von 1916 (die aber der handschriftlichen Widmung zufolge schon im Weihnachtsgeschäft 1915 verkauft wurde) und eine stärker bearbeitete Jugendausgabe von 1953 sowie eine DDR-Fassung von 1971.



Hendrik Conscience
Der Löwe von Flandern
Historischer Roman
[neu bearb. v. Carl Mandelartz]

Hoch-Verlag | Düsseldorf 13.-17. Tsd. 1953
Hln. mit SchU. -- ca. 13,5 x 19, 7 cm -- 224 S., ill. v. Wilhelm Kelter


Schutzumschlag von Gerhard Preuß, 1971
Hendrik Conscience
Der Löwe von Flandern

Verlag Neues Leben | Berlin 1971
Leinen m. SchU -- 279 S., ill. v. Gerhard Preuß

{Titel der flämischen Originalausgabe: "De Leeeuw van Vlaenderen". Dieser gekürzten und bearbeiteten Ausgabe liege eine ältere Übersetzung zugrunde. Nachwort von Hans Jürgen Hartmann}

Vorsatzpapier von Gerhard Preuß, 1971

Klappentext 1971


Ich danke Herbert Kalbitz für Scanvorlagen!

Aus Peter Roseggers Jugend

Drei Auswahlbände mit Erzählungen Peter Roseggers (1843-1918) aus dn Jahren 1905, 1911 und 1939 - alle erschienen in Roseggers deutschem 'Hausverlag' Staackmann - führen zurück in die Jugendjahre des einstmals sehr bekannten österreichischen Dichters. - Man sollte Roseggers Werke übrigens nicht mit naiv heimattümelndem Schrifftum verwechseln, selbst dann, wenn er regionale Aspekte aufgriff, besitzen seine Schriften doch sehr häufig auch stark satirische Elemente


Peter Rosegger
Als ich noch der Waldbauernbub war
[Für die Jugend ausgewählt aus den Schriften Roseggers vom Hamburger Jugendschriftenausschuss]

Verlag v. L. Staackmann | Leipzig -- 26.-37. Tsd. 1905
gepr. Leinen -- ca 13,5 x 20 cm -- 115 S.



Peter Rosegger
Waldferien
Ländliche Geschichten für die Jugend
gewählt aus den Schriften

Verlag von L. Staackmann | Leipzig 8. Aufl. 1911
Hln. - mit farb. Deckelbild -- ca. 13 x 19 cm -- 262 S., mit 18 Vollbildern




Peter Rosegger
Als Schneiderlehrling und Student
[Ausgewählt von Wilhelm Müller-Rudersdorf]

L. Staackmann Verlag | Leipzig 6.-11. Tsd. 1939
Hln. m. farb. Deckelbild -- ca. 14 x 19 cm -- 157 S., ill. v. Fritz Eggers (Umschlag) u. Fritz Loehr

Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Vineta - oder Pseudohistorisches von der Jomsburg

Die Sage von Vineta war weit bekannt, so bekannt, dass sich in den 1930er Jahren Werner Heider des Stoffes 'erbarmte' und ihn in einer historischen Erzählung eigenständig gestaltete. Das Deckelbild erinnert zwar stärker ans Hochmittalter als an die Wikingerzeit aber mit der historischen Authenitizität nahm man es nicht immer ganz so genau.


Werner Heider
Die Helden der Jomsburg
Eine Erzählung aus der Zeit der Wikinger
Mit Bildern von Richard Sapper

Ensslin & Laiblin | Reutlingen [1936]
Hln. mi. farb. Deckelbild -- ca. 15,5, x 21 cm -- 112 S.


Ich danke Herbert Kalbitz für Scanvorlagen!

Südseeabenteuer eines deutschen Professors

V. Schultz gestaltete diese abenteuerliche Geschichte 1923 nach Sempers Buch DIE PALAU-INSELN IM STILLEN OZEAN. PoMeWe zeigt die Ausgabe von 1936.


V. Schultz
Abenteuer eines Naturforschers in der Südsee
Nach Professor Karl Semper frei für die reifere Jugend bearbeitet

Ensslin & Laiblin | Reutlingen [1936]
Hln. m. farb. Deckelbild -- ca. 16 x 21,5 cm -- 223 S., ill.



Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Ein Erobererschicksal

Die Abenteuer der Entdecker und Forscher boten schon häufig die Vorlagen für abenteuerliche Jugendbücher. So auch hier in Heinrich [Ferdinand] Bauers (1896-1975)  Buch aus den 1950er Jahren.

CORTEZ EROBERT MEXIKO erschien allerdings vermutlich schon 1937 unter dem Titel SÖHNE DER SONNE. EIN CORTEZ-ROMAN bei Hesse & Becker in Leipzig.

Jetzt nach 1945 wird der Roman offiziell als Jugendschrift geführt.


Heinrich Bauer
CORTEZ EROBERT MEXIKO

Hoch-Verlag GmbH | Düsseldorf 1954 
Hln. mit farb. Deckelbild -- ca. 16 x 21 cm -- 231 S., ill. v. Wilhelm Kelter


Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Glück im ländlichen Raum

Im Jahr 1934 erschien die erste Auflage dieses Buches, die hier vorliegende 2. Auflage dürfte nur wenig später veröffentlicht worden sein. Emmy (Emmi) Gruhner (1892-1954) veröffentlichte in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg etliche Mächenbücher.

"Das Glück von Sielenhöh" erzählt eine Geschichte aus dem Leben von vier jungen Mädchen, damals passend im Untertitel als "Jungmädel" bezeichnet. Ein Vergleich  von Titelbild (lachende blonde Mädchen in ländlicher Umgebung) und dem als Frontispiz verwandten Farbbild (ein Mädchen - gleichfalls blond - knieend, ausgeraubt vor dunklen - städtischen - Hintergrund) belegt klar, welche Ideale hier handlungsbestimmend sind.



Emmi Gruhner
Das Glück von Sielenhöh
Ein Jungmädelgeschichte

Union Deutsche Verlagsgesellschaft | Stuttgart - Berlin - Leipzig 2. Auflage [s.a.]
Hln. mit farbigem Deckelbild -- ca. 16 x 21,3 cm -- 100 S., ill. v. Viktor Friese

Ich danke Herbert KALBITZ für die Scanvorlagen!

Wunder des Südens

lautete der Titel des 16. Sammelbandes der Heftreihe AUS WEITER WELT.

In dieser Serie wurden in den 1920er /1930er Jahren abenteuerliche, kolonialrevanchistische Geschichten für jugendliche Leser in attraktiver Verpackung auf den Markt gebracht. Abgesehen von den 32seitigen Einzelheften erschienen Sammelbände, in denen jeweils fünf zuvor veröffentlichte Hefte abgedruckt wurden.
Massgeblicher Autor und Herausgeber war Josef S. Viera (1890-1970), der selbst noch die Kolonialzeit Deutschlands erlebt hatte, in den 1920er und 1930er Jahren viel über die ehemaligen Kolonien schrieb und auch nach 1945 noch munter neue Bücher über Afrika produzierte.

Josef Viera (Hg.)
Wunder des Südens
Von Friedrich Burger, Friedrich Keim, W. Kelbe, Herm. Rönninger, W. Vahldiek

Ensslin & Laiblin | Reutlingen [1933]
[= Sammelband 'Aus Weiter Welt', Band 16]
Hln. mit farbigem, montiertem Deckelbild -- ca. 14,5 x 21,5 cm -- 32, 32, 32, 32, 32 S., farb. ill.


Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Ein 'Longseller' von Josephine Siebe

Selbst im Jahr 2012 wurden noch Neuausgaben von Josephine Siebes (1870-1941) Kasperle-Geschichten veröffentlicht.

Hier die 22. Auflage des Kinderbuchs KASPERLS ABENTEUER IN DER STADT aus dem Jahr 1937 (Erstausgabe 1923). - Die schönen Farbbilder des österreichischen Illustrators Ernst Kutzer (1880-1965) strahlen biedermeierliche Gemütlichkeit aus.



Josephine Siebe
Kasperls Abenteuer in der Stadt
Eine lustige Kasperle-Geschichte
Mit vier farbigen Vollbildern und 46 Textbildern von Ernst Kutzer
Herold-Verlag G.m.b.H. | Stuttgart-W. 22. Auflage 1937
Ln. m. montiertem Deckelbild -- ca. 15 x 22 cm -- 189 S., teils farb. ill.




 Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!


Das Hakenkreuz auf dem Schwert ...

... oder Germanentümelndes aus braunen Zeiten.

Als DER EWIGE KAMPF erscheint 1938 Erich Zschochers Jugendbuch über die "germanische und frühdeutsche Geschichte". Hier tummeln sich hinterlistige Sorben, redliche Germanen, auf "durch das Blut geheiligtem Heimatboden" usw. - schwülstiges Geschwafel, welches nur schwer zu ertragen ist. -
Über Zschocher war nicht viel zu erfahren, er hat einige Bücher mit wohl vergleichbaren Inhalten geschrieben, die DNB nennt als Wirkungszeit die 1920er und 1930er Jahre und 1938/39 wird er als Hauptschriftleiter der Zeitschrift "Welt und Haus. Das deutsche Familienblatt" erwähnt.


Erich Zschocher
Der ewige Kampf
Ein Jahrtausend germanischer und frühdeutscher Geschichte in Einzeldarstellungen
Ensslin & Laiblin | Reutlingen [1938]
Hln. m. farb. Deckelbild -- ca 15,5, x 21 cm -- 108 S., ill. v. Karl Alexander Wilke

Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Ein kleiner Backfisch

Emmy von Rhodens (1829-1885) "Trotzkopf"  aus dem Jahr 1885 gehört zu den klassischen Mädchenbüchern des Zweiten deutschen Kaiserreichs. Das Buch wurde in diversen Neuausgaben immer wieder aufgelegt. Hier eine 1920 veröffentlichte Ausgabe mit Titelbild und Farbillustrationen von Fritz Bergen.


Emmy von Rhoden
Der Trotzkopf 
Eine Geschichte für junge Mädchen
Neu bearbeitet von Helene Faber

Ensslin & Laiblin | Reutlingen [1920]
Pappe -- ca. 16 x 21,5 cm -- 224 S., farb. ill. von Fritz Bergen

Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

Ziegenböcke, Streitwagen und Hammerwerfer ...

zieren das Umschlagbild von Arno Reissenwebers Sammlung der GERMANISCHE[n] GÖTTERSAGEN aus dem Jahr 1956.

Natürlich ist hier der germanische Gott THOR, ein Rabauke ohnegleichen, unterwegs um mal wieder irgend etwas zu regeln. THOR wurde übrigens im Rahmen der US-Comics auch zum Superhelden, der er in der germanischen Mythologie längst war. - Als ich als Jugendlicher diese Geschichten vor Jahrzehnten erstmals gelesen habe, waren es - nebenbei bemerkt -immer die Sagen um Thor, die mich am meisten interessiert haben.



Arno Reissenweber
Germanische Göttersagen
Neu erzählt von

Keysersche Verlagsbuchhandlung | Heidelberg 1956
Halbleinen -- ca. 15 x 21,7 cm -- 255 S., ill.


Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!

DAS klassische Altertum ...

... oder auch die Antike. Zu Zeiten eines humanistischen Bildungsideals nahmen Griechenland und Rom, ihre Sprachen, ihre Geschichte oder auch ihre Sagen in "ordentlichen" Gymnasien eine weitaus grössere Rolle als heutzutage ein.
Damals im lang vergangenen 19. Jahrhundert erschien in den Jahren 1838 - 1840 Gustav Schwabs Sammlung DIE SCHÖNSTEN SAGEN DES KLASSISCHEN ALTERTUMS erstmals. Schwab veröffentlichte hier u.a. eine Prosafassung der homerischen Epen.

PoMeWe zeigt drei Ausgaben. Die  Gebhardt'sche Ausgabe erschien wohl 1882, die beiden anderen Ausgaben (Jugendhort), dürften nach 1900 veröffentlicht worden sein, wobei es schwer ist festzustellen, welche von ihnen die ältere ist. Textlich sind die Jugendhort-Ausgaben identisch, sie enthalten nur eine abweichende Anzahl von farbigen Bildern, ein verändertes Titelblatt sowie einen anderen Einband. Ich gebe hier zudem die Vorrede (Gebhardt), die Inhaltsverzeichnisse und den Beginn des Textes (Prometheus) wieder, wobei man deutlich die Bearbeitungspraxis von Karl Becker (Jugendhort) erkennen kann.



Gustav Schwab
Die schönsten Sagen des klassischen Altertums.
Nach seinen Dichtern und Erzählern
Neue durchgesehene Ausgabe

J.M. Gebhardt's Verlag (Leopold Gebhardt)  | Leipzig 1882
farbig geprägtes Leinen -- ca. 15 x 21,5 cm -- 658 S., ill. v. Guido Reni, Paul Veronese, A Flaxmann, Genelli u. Ingres








Gustav Schwab
Die schönsten Sagen des klassischen Altertums
Für die Jugend bearbeitet von Karl Becker
Mit dreizehn Bildern - Neue Rechtschreibung

Verlag Jugendhort (Walter Bloch Nachf.) |  Berlin W 50
Halbleinen mit farb. Deckelbild -- ca. 16 x 22 cm -- 120 u. 126 S., farb. ill.
// Inhaltsverzeichnis s.u.//




Gustav Schwab
Die schönsten Sagen des klassischen Altertums
Für die Jugend bearbeitet und mit Berücksichtigung der neuen Rechtschreibung
herausgegeben von Karl Becker
Mit sieben schwarzen Textbildern sowie sechs farbigen Bilden von L. du Bois-Reymond

Verlag Jugendhort (Walter Bloch Wunschmann) |  Berlin W. 35
Halbleinen mit farb. Deckelbild -- ca. 16 x 22 cm -- 120 u. 126 S., farb. ill.



Ich danke Herbert KALBITZ für Scanvorlagen!