Sonntag, 15. August 2021

15. August - W. O. von Horn

GEDENKTAGE - 15. August

W. O. von Horn
, eigentlich Friedrich Wilhelm Philipp Oertel (* 15. August 1798 in Horn (Hunsrück); † 14. Oktober 1867 in Wiesbaden) war ein deutscher evangelischer Pfarrer und Volks- und Jugendschriftsteller.
1815 ging Oertel im Alter von 17 Jahren nach Heidelberg, um Evangelische Theologie zu studieren. Oertel wurde 1819 ordiniert und übernahm die Stelle seines Vaters in Manubach, dort führte Wilhelm Oertel eine Gemeindechronik mit kirchlichen und weltlichen Eintragungen und begann sein literarisches Schaffen. 1822 heiratete er Henriette von Saint George. Im Jahre 1835 wurde er auf die erste Pfarrstelle von Sobernheim an der Nahe und zum Superintendenten des Kirchenkreises Bad Sobernheim gewählt, wobei er dort seinem Bruder Friedrich Franz Heinrich Jakob folgte, der das Amt für ein Jahr kommissarisch bekleidet hatte. Mit der Leitung des Kirchenkreises war die Schulaufsicht im Bereich des Kirchenkreises verbunden.
Um seine Haushaltskasse aufzubessern, fing Oertel an, historisch-romantische Erzählungen zu schreiben, zunächst unter dem Pseudonym F. W. Lips; dieses hatte er von seinen Vornamen Friedrich Wilhelm Philipp abgeleitet. Nach nur mäßigem Erfolg änderte er seinen Stil und sein Pseudonym. Er schrieb nun unter W. O. von Horn, was von seinen Initialen Wilhelm Oertel und seinem Geburtsort Horn abgeleitet war, Romane und Erzählungen. Mit seinem ersten Roman 'Friedel' begann sein schriftstellerischer Durchbruch. Ab 1846 gab er einen Jahreskalender 'Die Spinnstube', mit Erzählungen, Belehrungen und Rätseln heraus. Von 1850 bis 1867 schrieb er 75 Volks- und Jugendbücher für seinen Verleger Julius Niedner in Wiesbaden. Sein schönstes und aufwendigstes Werk ist 'Der Rhein, Geschichte und Sagen seiner Burgen, Abteien, Klöster und Städte, mit 36 Stahlstichen, Beschreibungen und Sagen vom Rheintal zwischen Worms und Köln', erschienen 1867. 
1864 zog er in das eigen erbaute Haus in Wiesbaden. Am 14. Oktober 1867 verstarb er an den Folgen eines Schlaganfalles. Er wurde auf dem Friedhof an der Platter Straße beerdigt. An der Außenmauer zur Straße hin sind die Grabplatten Oertels und seiner Frau heute noch zu sehen.
{wikipedia, modifiziert}




Samstag, 14. August 2021

14. August - Gale Sondergaard

GEDENKTAGE - 14. August

Gale Sondergaard
(* 15. Februar 1899 in Litchfield, Minnesota; † 14. August 1985 in Woodland Hills, Kalifornien; eigentlich Edith Holm Sondergaard) war eine US-amerikanische Schauspielerin dänischer Abstammung. 1937 gewann sie für 'Ein rastloses Leben' den erstmals vergebenen Oscar als beste Nebendarstellerin.
Sie besuchte die Schauspielschule School of Dramatic Arts in Minneapolis und wechselte später ans Theater zur John Keller Shakespeare Company. Durch Auftritte in Stücken wie 'Hamlet', 'Julius Cäsar', 'Der Kaufmann von Venedig' oder 'Macbeth' reiste sie durch Nordamerika. Mit dem Drama 'Anthony Adverse' (dt. 'Ein rastloses Leben' (1936)) feierte sie ihr Filmdebüt, was ihr den Oscar als beste Nebendarstellerin einbrachte. Ursprünglich sollte sie 1939 im Musicalfilm 'Der Zauberer von Oz' die Figur der bösen Hexe verkörpern. Aber als Metro-Goldwyn-Mayer beschloss das verführerische Äußere der bösen Hexe mit Schminke in ein hässliches umzuwandeln, lehnte sie die Rolle ab und wurde durch Margaret Hamilton ersetzt. 1946 wurde sie nochmals für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert, gewann die Auszeichnung diesmal jedoch nicht.
1922 heiratete sie Neil O’Malley, ließ sich aber 1930 wieder von ihm scheiden. Noch im selben Jahr schloss sie eine Ehe mit dem Regisseur Herbert Biberman, aus der zwei Kinder hervorgingen. Als Schauspielerin in den 1930er und 1940er Jahren zunächst erfolgreich, erlitt ihre Karriere einen schweren Rückschlag in den frühen 1950er Jahren während der McCarthy-Ära. Ihr Ehemann wurde als Kommunist beschuldigt und in die Liste der Hollywood Ten aufgenommen, worauf auch sie selbst auf die schwarze Liste kam. Sie verkauften ihr Haus in Hollywood und zogen nach New York um, wo Gale wieder ans Theater kam. Nach dem Tod ihres Mannes 1971 war sie noch einmal in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Mit 86 Jahren starb sie an Hirnvenenthrombose in Woodland Hills, Kalifornien. {wikipedia, modifiziert}









Freitag, 13. August 2021

13. August - Alfred Hitchcock

GEDENKTAGE - 13. August

Sir Alfred Joseph Hitchcock
KBE (* 13. August 1899 in Leytonstone, England; † 29. April 1980 in Los Angeles) war ein britischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Filmeditor. Er siedelte 1939 in die USA über und nahm am 20. April 1955 zusätzlich die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Hitchcock gilt hinsichtlich seines Stils bis heute als einer der einflussreichsten Filmregisseure. Er etablierte die Begriffe Suspense und MacGuffin. Sein Genre war der Thriller, dessen Spannung er mit Humor verband. Die wiederkehrenden Motive seiner Filme waren Angst, Schuld und Identitätsverlust. Mehrfach variierte er das Thema des unschuldig Verfolgten. Hitchcock legte großen Wert auf die künstlerische Kontrolle über das Werk des Autors. Sein Gesamtwerk umfasst 54 Spielfilme und gehört – gemessen am Publikumserfolg sowie der Rezeption durch Kritik und Wissenschaft – zu den bedeutendsten der Filmgeschichte. Auch dank seiner bewussten Selbstvermarktung zählt Hitchcock heute zu den bekanntesten zeitgeschichtlichen Persönlichkeiten. Er ist dem Autorenfilm zuzurechnen. Am 3. Januar 1980 wurde er von Königin Elisabeth II. zum Knight Commander des Order of the British Empire ernannt. {wikipedia, modifiziert}
Erwähnt seien in unserem Zusammenhang auch die zahlreichen unter seinem Namen veröffentlichten Bücher und Magazine, wie z.B. 'Alfred Hitchcock's Mystery Magazine' (dt. (abweichende Zusammenstellungen) als 'Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin')







Donnerstag, 12. August 2021

12. August - Mary Roberts Rinehart

GEDENKTAGE - 12. August


Mary Ella Roberts Rinehart
(* 12. August 1876 in Pittsburgh; † 22. September 1958 in New York City) war eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Sie gilt als eine der bekanntesten und kommerziell erfolgreichsten Autorinnen ihrer Zeit, die ihr Werk mit großem Geschick vermarktete. 1910 stand ihr Roman 'The Man in Lower Ten' (dt.: 'Der Mann in Nummer zehn') als erster Kriminalroman auf der US-amerikanischen Jahres-Bestsellerliste. Er belegte Platz vier, ihr zeitgleich veröffentlichter Liebesroman 'When a Man Marries' stand auf dieser Rangliste auf Platz 10.
Bekannt wurde Rinehart durch eine große Anzahl von Romanen und Kurzgeschichten, die zum Teil mit großem Erfolg am Broadway aufgeführt wurden. Ihre Erzählungen sind unter anderem durch ihre Erfahrungen geprägt, die sie als Krankenpflegerin sammelte. Von literaturgeschichtlichem Interesse sind heute nur noch ihre Kriminalgeschichten, die noch von der viktorianischen Sensationsliteratur geprägt sind. Ihre berühmteste Schöpfung war Letitia „Tish“ Carberry, zu ihren Protagonistinnen zählt aber auch die Krankenschwester Hilda Adams, die gemeinsam mit einem früheren Patienten Kriminalfälle löst.
Mit 'The Circular Staircase' gilt sie als Erfinderin der Had I But Known (dt.: Hätte-ich-nur-gewusst, dass …)-Romane, sowie der unsterblichen Krimiphrase „Der Butler war´s“. Der Kriminalroman wurde positiv besprochen und ein Jahr später publizierte Bobbs-Merrill auch den zuvor nur als Zeitungsserie erschienenen Roman The Man in Lower Ten'. 1910 schuf Rinehart die ungemein populäre Figur der Letitia „Tish“ Carberry, die sie jene kleinen und großen Abenteuer erleben ließ, die nach der gesellschaftlichen Etikette den Frauen dieser Epoche eigentlich verboten waren. Der Erfolg machte sich auch finanziell bezahlt.
Martha Hailey Dubose bezeichnet Mary Roberts Rinehart als den ersten weiblichen Superstar der Kriminalliteratur. Sie hatte das Glück, in einer Zeit zu leben, in dem sich die Kriminalliteratur von einem Untergenre der Sensationsliteratur zu einem der profitabelsten Segmente populärer Belletristik wandelte und konnte dies für sich nutzen. Sie selber sah sich allerdings nicht als Krimi-Autorin, sondern legte Wert darauf, als ernsthafte Kommentatorin sozialer Entwicklungen, als Journalistin und Romanautorin eingeordnet zu werden. Dubose weist allerdings darauf hin, dass aus dem umfangreichen Werk literaturgeschichtlich heute nur noch ihre Kriminalromane von Interesse sind. Sie entwickelte eine Form von Detektivgeschichte, die mehr der viktorianischen Sensationsliteratur verdankte als dem kühlen Rationalismus einer Anna Katharine Green oder einem Arthur Conan Doyle. Literaturwissenschaftlich wird sie in der Geschichte des Kriminalromans allerdings eher als Randfigur behandelt: Sie erfand keinen Protagonisten, der im wirklichen Sinne investigativ tätig ist, ihre Kriminalgeschichte werden selten nicht zuverlässig rational gelöst, sondern bei der Aufklärung des Falls spielen Zufall, Intuition und sogar Spiritismus eine Rolle.
Dubose billigt ihr ein so großes schriftstellerisches Talent zu, dass es ausgereicht hätte, um eine ihre Zeit prägende Schriftstellerin zu werden. Den Hinweis, den die damals noch weitgehend unbekannte Willa Cather ihr gab, nämlich das es für qualitativ hochwertiges Schreiben notwendig sei, das eigene Werk vor einer Veröffentlichung wieder und wieder kritisch zu überarbeiten, ignorierte sie. Kennzeichnend insbesondere für ihre frühen Erzählungen war eine schnell heruntergeschriebene Geschichte, die ohne jegliche Überarbeitung so bald wie möglich veröffentlicht wurde. Das sie auch in der Lage war, qualitativ besser zu schreiben, stellte sie mit ihrem ersten Roman 'The Man in the Lower Ten' unter Beweis. {wikipedia, modifiziert}





Mittwoch, 11. August 2021

11. August - Arlene Dahl

GEBURTSTAGE - 11. August

Arlene Carol Dahl
(* 11. August 1925 in Minneapolis, Minnesota) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, die vor allem in den 1950er Jahren als „rothaarige Schönheit“ Bekanntheit erlangte (obwohl ihr Haar nur gefärbt war).
Arlene Dahl wuchs als Kind norwegischer Einwanderer in Minnesota auf und schlug sich mit kleinen Jobs durch, ehe sie sich 1945 am New Yorker Broadway als Schauspielerin versuchte. 1947 erhielt sie ihre erste kleine Filmrolle in MGMs Filmkomödie 'Unser Leben mit Vater' ('Life with Father'). Bereits ein Jahr später war sie in Hauptrollen zu sehen. 1949 spielte sie neben Robert Taylor in dem Western 'Die Letzten von Fort Gamble' ('Ambush''). In Richard Thorpes Filmmusical 'Drei kleine Worte' ('Three Little Words') konnte sie 1950 an der Seite von Fred Astaire und Vera-Ellen auch ihr Gesangstalent unter Beweis stellen.
Nachdem sie ihr Haar, ähnlich wie etwa Maureen O’Hara und Rhonda Fleming, rot gefärbt hatte, wurde Dahl besonders häufig in Abenteuerfilmen wie 'Die Geliebte des Korsaren' ('Caribbean', 1952) oder 'Der blaue Stein des Maharadscha' ('The Diamond Queen', 1953) besetzt, in denen ihr Haar in Technicolor-Farben besonders gut zur Geltung kam. In Allan Dwans 'Straße des Verbrechens' ('Slightly Scarlet') konnte sie 1956 aber auch als Psychopathin überzeugen. Ihre vielleicht bekannteste Rolle hatte sie hingegen 1959 in der Jules-Verne-Verfilmung 'Die Reise zum Mittelpunkt der Erde' ('Journey to the Center of the Earth') an der Seite von James Mason.
In den 1960er Jahren zog sich Dahl zunehmend aus dem Showgeschäft zurück, um sich ihrer eigenen Kosmetikmarke zu widmen und Kolumnen zum Thema Schönheit in Frauenzeitschriften zu schreiben. Später veröffentlichte sie auch eine Reihe von Büchern zu diesem Thema. {wikipedia, modifiziert}