Freitag, 27. August 2021

27. August - Wayne D. Overholser

GEDENKTAGE - 27. August

Wayne D. Overholser
(* 4. September 1906 in Pomeroy, Washington; † 27. August 1996 in Boulder, Colorado) war ein US-amerikanischer Westernautor.
Overholser veröffentlichte seine Werke nicht nur unter seinem eigenen Namen, sondern auch unter den Vornamen seiner drei Söhne, für welche er die Pseudonyme John S. Daniels, Dan J. Stevens und Joseph Wayne verwendete.
Etliche seiner Bücher wurden verfilmt und die meisten wurden auch ins Deutsche übersetzt und als Leihbuch Romanheft oder Taschenbuch veröffentlicht. {wikipedia, modifiziert}

Ich habe insbesondere die alten Leihbuchfassungen oder die Heyne-Ausgaben im Taschenbuch gerne gelesen. Overholser ist mit Sicherheit einer der wichtigsten amerikanischen Westernautoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
 



Donnerstag, 26. August 2021

26. August - Irving Stone

GEDENKTAGE - 26. August

Irving Stone
(* 14. Juli 1903 in San Francisco; † 26. August 1989 in Los Angeles; gebürtig Irving Tennenbaum) war ein US-amerikanischer Schriftsteller, der vor allem als Verfasser historischer biographischer Romane bekannt ist und damit, ähnlich wie Emil Ludwig, große Erfolge erzielen konnte.
Stones Eltern ließen sich scheiden, als er sieben Jahre alt war, und er nahm später den Namen seines Stiefvaters an. Ab 1920 studierte er an der University of Berkeley Politikwissenschaften, sein Studium finanziert er als Saxophonist in einer Tanzband. Nach seinem Abschluss 1923 ging er mit einem Stipendium an die University of Southern California, wo er Wirtschaftswissenschaften studierte. Eine geplante Promotion brach er 1926 ab und ging nach Frankreich, wo er sich wenig erfolgreich als Theaterautor versuchte.
Eine Van Gogh-Ausstellung in der Galerie Rosenberg in Paris wurde für ihn zum einschneidenden Erlebnis: Er begann vor Ort das Leben van Goghs zu recherchieren und musste sich unterdessen in New York als „Pulp Fiction“-Autor über Wasser halten (z. B. für 'Greater Gangster Stories' oder 'The Dragnet Magazine'). Stone bot das umfangreiche, 1931 fertiggestellte Manuskript zunächst erfolglos 17 Verlegern an. Seine Frau Jean lektorierte seine Bücher und kürzte den Roman schließlich, woraufhin er angenommen wurde.
Stones erste Veröffentlichung war ein erfolgloser Roman über das kalifornische Studentenleben. Das Buch 'Lust for Life' wurde sein erster Bestseller. Für seine Biographien unternahm er häufig intensive mehrjährige Recherchen. So ist Stones Nachlass im Archiv der Universität von Kalifornien in Berkeley noch heute Anlaufpunkt für die Van-Gogh-Forschung. Im Mittelpunkt seiner Romane standen dabei häufig die persönlichen Beziehungen der Protagonisten zu ihren (Ehe-)Partnern. {wikipedia, modifiziert}




Mittwoch, 25. August 2021

25. August - Frederick Forsyth

GEBURTSTAGE - 25. August

Frederick Forsyth
CBE (* 25. August 1938 in Ashford, Kent, England) ist ein britischer Schriftsteller.
Forsyth war von 1956 bis 1958 (und mit 19 Jahren der jüngste) Jetpilot bei der Royal Air Force. Danach arbeitete er als Reporter für die Nachrichtenagentur Reuters, sowohl in England als auch Frankreich, Spanien, Belgien, der DDR, der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakei; eine Arbeit, die ihn mit der Welt der internationalen Politik in Berührung brachte. Berichterstattungen aus Kriegsgebieten Afrikas als Fernsehreporter für die BBC weckten sein Interesse an geschichtlichen und politischen Hintergründen und motivierten ihn zu seinem Bericht 'The Biafra Story'.
Während seiner Tätigkeit als Journalist war Frederick Forsyth, nach eigenen Angaben, für mehr als 20 Jahre Spion für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6. Er erledigte in dieser Zeit unter anderem Aufträge in Afrika und der DDR.
Aus der journalistischen Erfahrung heraus begann er dann um 1970 seine literarische Laufbahn. Aufgrund seiner Reisen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie seiner Sprachkenntnisse (Französisch, Deutsch, Spanisch) gelingt Frederick Forsyth eine lebendige und wirklichkeitsnahe Darstellung. Frederick Forsyths Romane sind hauptsächlich politische Thriller. Die beiden ersten Bücher ('Der Schakal', 'Die Akte Odessa') waren gleich große Erfolge.
Der Autor verbindet in seinen Werken immer wieder tatsächliche mit fiktiven Ereignissen. Beim Schakal mit den Aktionen der OAS in ihrem Kampf gegen die Unabhängigkeit von Algerien, bei der Akte Odessa werden Netzwerke von untergetauchten Nationalsozialisten und deren Verbindungen zu den arabischen Staaten im Vorfeld des Sechstagekrieges mit Israel thematisiert. Das Buch 'Der Rächer' knüpft an die kriegerischen Auseinandersetzungen im früheren Jugoslawien Anfang der neunziger Jahre an. In der Novelle 'Der Lotse' bringt Frederick Forsyth seine Erfahrungen als Pilot in der britischen Luftwaffe ein. {wikipedia, modifiziert}




Dienstag, 24. August 2021

24. August - Ronald A. Knox

GEDENKTAGE - 24. August

Ronald Arbuthnott Knox
(* 17. Februar 1888 in Kibworth Beauchamp, Leicester; † 24. August 1957 in Mells, Somerset) war britischer Theologe, Priester, Satiriker und Kriminalschriftsteller.
Der Sohn des anglikanischen Pfarrers Edmund Arbuthnott Knox (später Bischof von Manchester) entdeckte während seiner Oxforder Studentenzeit die Leidenschaft für die Kriminalliteratur und brachte durch eine 1911 im Gryphon Club gehaltene satirische Rede das sogenannte „Sherlockian Reading“ auf den Weg. Knox wandte die Methoden der historisch-kritischen Bibelexegese auf den „Kanon“ der Sherlock-Holmes-Geschichten an und begann damit eine Lektüre-Praxis, die bis heute nach der Lösung von Widersprüchen zwischen den einzelnen Storys und ihrer richtigen Chronologie sucht. Die Rede erschien 1928 in seinen Essays in Satire unter dem Titel 'Studies in the Literature of Sherlock Holmes'.
Darüber hinaus schrieb er eigene Detektivromane wie 'The Viaduct Murder', 1925 (deutsch 'Der Mord am Viadukt'), 'The Three Taps. A detective story without a moral', 1927 (deutsch 'Die drei Gashähne') und 'The Footsteps at the Lock', 1928 (deutsch 'Fußspuren an der Schleuse').
1929 versuchte er als Mitglied des Detection Clubs mit seinen Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman (Father Knox’s Decalogue) Regeln für den Kriminalroman aufzustellen, die im Vorwort zu dem von ihm herausgegebenen Buch 'Best Detective Stories of 1928–1929' veröffentlicht wurden. Diese Regeln wurden allerdings nicht von allen Mitgliedern des Clubs als seriös empfunden, teilweise wurden sie auch für einen Scherz gehalten.
Knox wurde 1912 zum anglikanischen Priester geweiht, trat allerdings 1917 unter dem Einfluss von Gilbert Keith Chesterton zum Katholizismus über. Die bedeutendsten Leistungen von Father Knox liegen im Feld der Theologie. 1939 verließ er Oxford und zog sich in das entlegenere Shropshire zurück, um sich einer Neuübersetzung der Bibel auf Grundlage der Vulgata (unter Heranziehung des hebräischen und griechischen Urtextes) zu widmen. Sein Neues Testament erschien 1945, das Alte Testament 1949. Infolge seiner Übersetzungsarbeit verfasste Knox schließlich noch drei Kommentarbände zu den Evangelien, den Briefen des Apostels Paulus von Tarsus, der Apostelgeschichte sowie zur Apokalypse (1953–1956).
The majority of novels of Knox's era, coined The Golden Age of Detective Fiction, were "whodunits" with codified rules to allow the reader to attempt to solve the mystery before the detective. According to Knox, a detective story must have as its main interest the unravelling of a mystery; a mystery whose elements are clearly presented to the reader at an early stage in the proceedings, and whose nature is such as to arouse curiosity, a curiosity which is gratified at the end. He expanded upon this definition by giving ten rules of writing detective fiction. Knox's "Ten Commandments" (or "Decalogue") are as follows: 
  1.  The criminal must be mentioned in the early part of the story, but must not be anyone whose thoughts the reader has been allowed to know. 
  2. All supernatural or preternatural agencies are ruled out as a matter of course. 
  3. Not more than one secret room or passage is allowable. 
  4. No hitherto undiscovered poisons may be used, nor any appliance which will need a long scientific explanation at the end. 
  5. No Chinaman must figure in the story. (Note: This is a reference to common use of heavily stereotyped Asian characters in detective fiction of the time) 
  6. No accident must ever help the detective, nor must he ever have an unaccountable intuition which proves to be right. 
  7. The detective himself must not commit the crime. 
  8. The detective is bound to declare any clues which he may discover. 
  9. The "sidekick" of the detective, the Watson, must not conceal from the reader any thoughts which pass through his mind: his intelligence must be slightly, but very slightly, below that of the average reader. 
  10. Twin brothers, and doubles generally, must not appear unless we have been duly prepared for them.
    {wikipedia, modifiziert}




Montag, 23. August 2021

23. August - Vera Miles

GEDENKTAGE - 23. August

Vera Miles
(* 23. August 1929 als Vera June Ralston in Boise City, Oklahoma) ist eine ehemalige US-amerikanische Schauspielerin. 
Vera Miles wuchs in Kansas auf. Sie schaffte den Sprung nach Hollywood über die Miss Kansas-Wahl 1948. Sie hatte zunächst einen Filmvertrag bei Republic Pictures, wo jedoch mit Vera Ralston eine Schauspielerin gleichen Namens unter Vertrag stand. Daraufhin nahm sie als Künstlernamen den Namen ihres damaligen Ehemanns, des Stuntmans Bob Miles, an. Unterbrochen wurde ihre Filmkarriere durch die Geburt zweier Kinder. Während der Dreharbeiten zu 'Tarzan und der schwarze Dämon' lernte sie den Schauspieler Gordon Scott kennen, worauf sie sich scheiden ließ und 1956 in zweiter Ehe Scott heiratete. Nachdem sie bis dahin nur kleinere Rollen in eher unbedeutenden Filmen gehabt hatte, besetzte sie John Ford 1956 für die weibliche Hauptrolle in seinem Westernepos 'Der Schwarze Falke'. Sechs Jahre später spielte sie nochmals unter Regie von Ford die Rolle der Kellnerin Hallie in 'Der Mann, der Liberty Valance erschoß', um deren Liebe im Verlaufe des Filmes sowohl John Wayne als auch James Stewart buhlen. Sowohl 'Der schwarze Falke' als auch #Der Mann, der Liberty Valance erschoß' wurden zu Klassikern und gelten als Meisterwerke.
Nachdem Grace Kelly wegen ihrer Ehe mit Fürst Rainer nicht mehr für den Film zur Verfügung stand, war Alfred Hitchcock auf der Suche nach einer neuen Hauptdarstellerin für seine Filme. Hitchcock fand sie in Miles, als sie die weibliche Hauptrolle in der ersten Episode von Alfred Hitchcock 'Presents' spielte. Anschließend verkörperte sie 1956 die weibliche Hauptrolle in Hitchcocks Drama 'Der falsche Mann'. Hitchcock hatte Miles 1958 bereits fest für 'Vertigo' vorgesehen, dies wurde durch eine Schwangerschaft verhindert, sodass Kim Novak zu Hitchcocks Unzufriedenheit die Hauptrolle in Vertigo spielen musste. Hitchcock besetzte Vera Miles nochmals 1960 in seinem Thriller 'Psycho', wo sie in der Rolle der Lila Crane das mysteriöse Verschwinden ihrer Schwester aufklären will. 1960 ließ sie sich von Scott scheiden und heiratete im selben Jahr den Schauspieler Keith Larsen. In den 1960er- und 1970er-Jahren war sie in einer Reihe von Walt-Disney-Filmen zu sehen.
In späteren Jahren spielte sie in einer Reihe von Pilotfilmen verschiedener Fernsehserien, darunter 'Auf der Flucht', 'The Outer Limits', 'Tennisschläger und Kanonen', 'Cannon', 'Columbo' sowie 'Owen Marshall – Strafverteidiger'. 1982 spielte sie in der Fortsetzung 'Psycho II' noch einmal die Rolle der Lila Crane. Ihren letzten Filmauftritt hatte sie 1995 in 'Separate Lives – Tödliches Doppelleben' an der Seite von James Belushi, danach zog sie sich ins Privatleben zurück. {wikipedia, modifiziert}




Sonntag, 22. August 2021

22. August - Leni Riefenstahl

GEDENKTAGE - 22. August

Helene Bertha Amalie „Leni“ Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September 2003 in Pöcking) war eine deutsche Filmregisseurin, -produzentin und -schauspielerin sowie Drehbuchautorin, Schnittmeisterin, Fotografin und Tänzerin. Sie gilt als eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Filmgeschichte. Einerseits wird sie von vielen Filmschaffenden und -kritikern als „innovative Filmemacherin und kreative Ästhetin" angesehen, andererseits für ihre Werke im Dienst der Propaganda während der Zeit des Nationalsozialismus kritisiert.
Nachdem Riefenstahl ihre ursprünglich eingeschlagene Tanzkarriere aufgrund einer Knieverletzung hatte beenden müssen, etablierte sie sich während der 1920er Jahre in der Weimarer Republik als Schauspielerin im Bergfilmgenre ('Der heilige Berg', Die weiße Hölle vom Piz Palü', 'Stürme über dem Mont Blanc', 'Der weiße Rausch').
Durch ihr 1932 veröffentlichtes Regiedebüt 'Das blaue Licht', bei dem sie als Hauptdarstellerin, Regisseurin, Koproduzentin und Drehbuchautorin fungierte, wurden führende NSDAP-Politiker wie der Parteichef Adolf Hitler und Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels auf sie aufmerksam. Nach der im Jahr darauf erfolgten Machtübernahme der NSDAP erhielt Riefenstahl den Auftrag, die „Reichsparteitagstrilogie“ zu drehen. Die Propagandaproduktionen 'Der Sieg des Glaubens', 'Triumph des Willens' und 'Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht' entstanden in den Jahren 1933 bis 1935. Für 'Triumph des Willens' erhielt Riefenstahl den Deutschen Nationalen Filmpreis 1934/35, die Auszeichnung für die beste ausländische Dokumentation bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1935 im gleichfalls faschistischen Italien sowie den Grand Prix auf der Pariser Weltfachausstellung.
Unter dem Titel 'Olympia' veröffentlichte Riefenstahl 1938 eine zweiteilige Dokumentation über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Der Film wurde vielfach als ästhetisches Meisterwerk gelobt, aber auch für seine propagandistischen und ideologischen Elemente kritisiert. Riefenstahl bekam für ihre Arbeit unter anderem den Deutschen Nationalen Filmpreis 1937/38, die Coppa Mussolini, eine olympische Goldmedaille vom Internationalen Olympischen Komitee und den Kinema-Jumpō-Preis im damals imperialistischen Japan verliehen.
Während des Zweiten Weltkrieges filmte sie mit dem „Sonderfilmtrupp Riefenstahl“ Hitlers Überfall auf Polen.
In der Nachkriegszeit wurde sie trotz ihrer Einbindung in die nationalsozialistische Filmpolitik laut einem Spruchkammerverfahren lediglich als „Mitläuferin“ eingestuft. Dennoch war es nach dem Ende des Krieges für Riefenstahl ab 1945 schwierig, weitere Aufträge als Regisseurin und Produzentin zu erhalten, so dass sie ihr Filmschaffen nach 'Tiefland' (gedreht bis 1944), der erst 1954 fertiggestellt und veröffentlicht wurde, für fast ein halbes Jahrhundert einstellte.
Ab den 1960er Jahren betätigte sich Riefenstahl als Fotografin und veröffentlichte mehrere Bildbände. Zu ihren bekanntesten Werken dieser Zeit zählen Fotoreportagen über das Volk der Nuba im Sudan und Unterwasseraufnahmen. In diesen Aufnahmen erkannte ein Teil der Kritiker Parallelen zu ihren Arbeiten aus der Zeit des Nationalsozialismus. 2002 veröffentlichte sie mit dem Dokumentarfilm 'Impressionen unter Wasser' ihr letztes Werk. {wikipedia, gekürzt und modifiziert}